Zweifel

Wir betonen hier ja immer, dass wir weder nörgeln noch zweifeln wollen. Aus Prinzip. Aber Prinzipien sind dazu da, dass sie gelegentlich auch mal verletzt werden.

VW plant aktuell, weitere Milliarden in die e-Mobilität zu stecken. Nun werden unsere privaten Berliner Erfahrungen mit unserem e-mobilen Smart dabei wahrscheinlich eher weniger ausschlaggebend sein. Aber hinter dem Berg halten möchten wir damit nicht. Und wenn wir uns wiederholen.

Seit die Nächte wieder kühler und die Tage wieder nasser und dunkler werden, zeigt mein Smart nach gepeilten 8 Stunden (!) Aufladezeit (volle Ladung!) kaum mehr als 100 km Reichweite (1) an, womit man nicht irre weit kömmt. Wo Frauchen gottseidank auch noch einen fahrbaren Untersatz hat, können wir uns als Stadtmenschen im Notfall behelfen. Wie dagegen ein Nutzer auf dem Lande damit klarkommen soll, verschließt sich uns.

Wir laden unseren Stromer überwiegend an der Haushaltssteckdose auf, weil die öffentliche Ladestation in unserer Nähe praktisch durchgängig von e-Autos der einschlägigen Verleiher blockiert ist. Gerade lasen wir, dass dieses Laden an der normalen Steckdose aber wohl nur eine Notlösung sein kann, dem wir beipflichten würden. Autobatterie ab und Zahnbürste wieder ran an die Steckdose; das kanns einfach nicht sein. Ohnehin hat nicht jeder eine Steckdose in Autonähe, der normalerweise z.B. auf der Straße parkt.

Wir haben unseren Smart für drei Jahre geleast, was wir durchhalten wollen, weil das Fahren selbst sehr viel Spaß macht. Etliche Begleitumstände bleiben indes mehr als fragwürdig. Und dass speziell VW offenbar voll auf diesen schwankenden Gaul setzt, können wir kaum nachvollziehen. Weil wir nicht an Wunder glauben.

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