Alles ist relativ

Wenn Herr Neymar schon für müde 222 Millionen zu haben war, Herr Müller von VW kaum mehr als 10 Millionen Jahreseinkommen kassiert und Herr Kaeser von Siemens eher noch weniger einfahren dürfte, ist relativ nachvollziehbar, wo Vorstand Kaesers Kapitalismus-Kritik ansetzt:
Wir bei Siemens erwirtschaften mit 377.000 Mitarbeitern einen Jahresgewinn von etwa 6,5 Milliarden, was ein dahergelaufener Hedgefonds mit 100 Mitarbeitern und mit links realisiert. Gewinne dieser Art torpedieren die nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung.
Wir unsererseits möchten diese kritische Sicht nicht teilen, haben aber relativ ganz andere Ängste: Nehmen wir einmal an, der Hedgefonds würde sein Personal wie Siemens auch auf 377.000 aufstocken, was dann an schädlichen Gewinnen generiert würde!
Man kann Welt, Wirtschaft und Kapitalismus also relativ unterschiedlich sehen. Was uns ganz offensichtlich und gottseidank eint, ist die Furcht vor Verwerfungen und die Suche nach Lösungen.
Hier fällt uns wieder nur die Politik ein. Selbst Politiker werden wollten wir allerdings nie, und so richtig zutrauen tun wir das Projekt unseren Herrschenden eigentlich auch nicht. Mikrofon und Kamera vor dem Gesicht, den Wähler im Hinterkopf und konkurrierende Parteien auf dem Sprung lassen nicht erwarten, dass sich Probleme unserer Zeit in Luft auflösen.
Wir wollen uns jetzt einmal bei der Zukunftsforschung erkundigen, wie diese unsere nächsten Jahre und Jahrzehnte erwartet. Sollte sich dabei neben Relativem auch Gesichertes ergeben, melden wir uns an dieser Stelle wieder.

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