Sondierungen

Ich habe mir einmal Gedanken gemacht, wie es wohl in echt in den derzeit anstehenden Sondierungsgesprächen vonstatten gehen mag. Und ich war einigermaßen schockiert.

Nach meiner Auffassung beginnt das schon damit, dass sich alle Beteiligten flockig duzen. Man kennt sich seit Jahren und Jahrzehnten. Und wo man sich sonst über Fußball, die Schwiegermutter und das neueste Kochrezept austauscht, steht jetzt eben mal die Regierungsbildung auf der Tagesordnung. Man gibt sich formell und formuliert hochtrabend, wenn Kameras und Mikrofone in der Nähe sind. Presse und Öffentlichkeit stellen sich Gott-weiss-was vor. Und es ist doch eben nix; Menschen halt wie Du und ich.

Habeck mag selbstgebackenen Pflaumenkuchen mitbringen, Bärbauch erzählt von ihrem Ärger mit den Kleinen, Lindner hatte gerade eine Autopanne, und zwischendurch kommt mal das Thema Mindestlohn auf den Tisch, damit Scholz endlich nachhause kann … Der Rest soll ohne ihn weiterküngeln… Alles fauler Zauber.

Es geht im Kern darum, möglichst viel Zeit totzuschlagen, auf der anschließenden Pressekonferenz einen vielsagenden Eindruck zu hinterlassen und der Presse Futter zu geben. Was am Ende hinten herauskommt, steht bereits von Anfang an fest, ist also auch nicht Gegenstand der Beschäftigung miteinander. Ich sondiere mit Trudel (26) auch häufig, aber wir machen nicht solchen Wind drum …

Nun ist es natürlich auch so, dass die Parteien noch auf ihre Jugendorganisationen Rücksicht nehmen müssen, während unsere Junioren bereits aus dem Schlimmsten heraus sind.

Fortsetzung folgt kürzlich …

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