Silvesterkonzert

Bei den Berliner Philharmonikern gibt es unseres Wissens ohnehin keine feste Kleiderordnung. Unser Sitznachbar schien eine Socke sogar versehentlich zuhause gelassen zu haben. Uns konnte jedenfalls nix stören. Das Silvesterkonzert hat uns absolut begeistert …

Wir hatten für die Tickets schon ein paar Euros ausgegeben. Dann kam die Nachricht, dass Maestro Kirill Petrenko ein Hexenschuss ereilt hatte, sodass er am Pult vertreten werden musste. Was der Sache aber ebenfalls keinen Abbruch getan hat. Der mutige junge israelische Dirigent als Ersatzmann hat uns ganz außerordentlich imponiert. So auch die Geigerin:

“Im langsamen Satz widersteht Janine Jansen der Versuchung zur Schmatzigkeit, absolut privat ist ihr Ton, völlig ohne Druck der Bogenansatz. Und auch im hochvirtuosen Finale gibt es keine Schaut-her-was-ich-kann!-Gesten, sondern nur den Ausdruck überschäumender Lebenslust, als jagte die Geigerin auf einem Pferd durch weites Land, ohne Sattel, mit wehendem Haar.”

Auch mangels Fachkunde mögen wir uns dieser Einschätzung des Berliner Tagesspiegel vielleicht nicht anschließen. Den Gaul haben wir effektiv nicht gesehen. Und irgendwie hat uns der Knöchel unseres Nachbarn dann doch auch zu sehr abgelenkt.

Übrigens peripher und beiläufig im Nebenher: Den Altersdurchschnitt der Zuschauer haben wir auf über 80 geschätzt. Wir kamen uns wie Jugendliche vor…

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