Beiträge

Oberlecker

Irgendwie ist Spargel für uns zugegebenermaßen die fünfte Jahreszeit. Und wenn er uns dann auch noch so anlacht, schmelzen wir echt dahin.

…und mit uns die Butter.

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Rechtshänder

Ich möchte das Thema nicht überstrapazieren; aber mein letzter Beitrag hat hier wesentlich höhere Wellen geschlagen, als ich mir das habe vorstellen können. Ich komme noch einmal auf das Drapement von Spargel auf dem Essteller zurück.

Ich hatte zur Diskussion gestellt, dass ein schnittlicher Rechtshänder, der Spargel vorzugsweise von unten nach oben und also die Spitzen als letztes genießt, diese – also die Spitzen – wie auf dem Foto am besten nach rechts legt. Hierzu erreichen mich nun reihenweise Anfragen engagierter Leser:- und Besucher:innen, wie ich denn zu dieser These käme. Sie haben meine Empfehlung offenbar nicht ausreichend praktisch nachempfunden. Die Sache ist mehr oder weniger selbsterklärend.

Lege ich die Stangen eben wie auf unserem Foto mit der Spitze nach rechts, kann ich das zum Verzehr anstehende Fußteil mit der Gabel in der linken Hand unproblematisch quasi am Ende aufpieksen, rechts davon mit dem Messer in der rechten Hand absäbeln und das abgeschnittene Stück ohne weiteres Umgreifen genüsslich mit der Linken zum Mund führen.

Spargelspitzen nach links bedeutet, dass ich entweder einen Linkshänder, einen Spitzenverächter oder beides in einem vor mir habe. Die Varianten “oben” und “unten” lasse ich vereinfachend außer Betracht.

In einem meiner nächsten Beiträge werde ich mich mit der ergänzenden Frage beschäftigen, warum die linke Hand des Rechtshänders bzw. die rechte des Linkshänders beim Spargelessen vielseitiger in Anspruch genommen wird als das Pendant, was eigentlich dem Wortsinn widerspricht.

Auf weitere Zuschriften zur Thematik bin ich gespannt.

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Resteessen

Wir haben gestern gepeilte 7 Stunden lang Fußballübertragungen im Fernsehen verfolgt und trotzdem jede Menge Buletten und Kartoffelsalat über behalten. Heute gabs Resteessen, leicht mit Spargel aufgehübscht. Eine mörder Kombi!

Die auf dem Foto erkennbare Sauce Hollandaise ist keine Sauce Hollandaise, sondern Mostrich. Wir haben zu zweit zwei Fläschchen Rosé genossen. Und mit der Zeit kam die Frage auf, in welche Richtung eigentlich die Spargelspitzen beim Servieren auf dem Teller zeigen sollten.

Eher nicht nach oben oder unten. Und ob links oder rechts wird davon abhängig sein, welchen Teil des Spargels man gern zuerst isst, und ob man Links- oder Rechtshänder ist.

Ich persönlich plädiere für Spargelspitzen nach rechts. Als Rechtshänder kann man dann bequem von links nach rechts abschneiden. Und zuletzt kommt der Hochgenuss der Spargelspitzen. Was meinen unsere Leser:- und Besucher:innen?

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Grüner Spargel

Gertrude (29) verarbeitet aus optischen Gründen sehr gern unreifen grünen Spargel. Der zwar extrem bitter schmeckt, aber farblich eben viel hermacht. Sie servierte ihn heute auf blauem Dekorporzellan, kombiniert mit süßen Kartoffeln, holländischer Sauce, einem Hauch von Bündner Fleisch und Bärlauch-Pesto von unserem Lieblingsstand in der Zehlendorfer Clayallee.

Ich habe mir derweil ein Paar Wiener Würstchen aufgewärmt, das zugegebenermaßen nicht annähernd attraktiv aussah, womit ich aber eher auf der sichereren Seite war. Grünen Spargel mag ich einfach aus Grundsatz nicht.

Fortsetzung in aller Kürze …

Studentenbude

Das Studentenleben ist hart. Man leistet sich ja sonst nichts. Und da wollten wir zumindest bei Spargel mit neuen Kartoffeln mal mit die ersten sein.

Noch haben die Verkaufsläden an der Berliner Clayallee nicht geöffnet. Der Spargel stammt noch aus Baden. Aber zuverlässig solls am Wochenende den ersten aus Beelitz geben.

Für uns ist Spargelzeit die 5. Jahreszeit. Gertrud (29) und ich kommen ins Träumen. Draußen fängts an zu grünen. Fast drei Monate wird die Spargelzeit dauern. Herrlich. Und dazu hoffentlich Sonne satt. Frühlingsgefühle!

Probieren geht über studieren, sagt man so treffend.

Veteranen und Veterinäre

…seit Jahren und Jahrzehnten verfolgen wir alle erreichbaren Empfehlungen für ein gesundes Leben; in der Presse, im Freundes- und Bekanntenkreis und, und, und … : Was soll ich tun, was soll ich lassen, was essen usw. etc..??

Was heute Geheimtipp war, wurde morgen teils schon verworfen und wieder zurück. Mehr als verwirrend, wenn man von drei Kernpunkten absieht, die sich unseres Dafürhaltens über die Zeit in vorderster Linie gehalten und in immer gleichbleibender Reihenfolge etabliert haben:

• Rauchen unterlassen
• Sport treiben
• Veteran essen.

Schon in langer Tradition sind wir demgemäß bemüht, uns auf dieses begrenzte Extrakt an substantiellen Ratschlägen ein- und den Rest eher ein wenig links liegen zu lassen; auch der Nerven wegen.

So auch wieder beim heutigen Abendessen: Broccoli, Blumenkohl und kleine Kartöffelchen; dazu (nicht auf dem Foto) fertige Sauce Hollandaise und Bündner Fleisch. Alternativ ein paar dicke Butterflocken. Einfach lecker und soooo gesund!

Veterinäre, wie sie im Buche stehen. Nachmachen! 😊

Gedanken und weitere Anregungen zum Thema bitte wie üblich mittels Kommentarfunktion übermitteln! Danke dafür im Voraus.

Wir machen 3 Kreuze

Am 24. Juni endet die Spargelsaison. Wir machen drei Kreuze. Kein Spargelschälen mehr!

In unseren Haushalten geht die Aufgabenteilung traditionell dahin, dass die Männer den Frühstückstisch decken, Müll runterbringen und Spargel schälen. Was in Addition eine herbe Belastung darstellt, im schmerzlichen Teil des Spargelschälens aber am 24. Juni endet. Johannistag.

Der Johannistag trägt auch den Beinamen “Spargelsilvester”, weil hier üblicherweise die Ernte von Spargel (und auch Rhabarber) abgeschlossen ist.  Was für uns wie gesagt den grandiosen Vorteil  birgt, dass wir denselben nicht mehr schälen müssen. Kulinarisch nachteilig ist der Entfall eines absoluten Highlights auf der Speisekarte. Stattdessen kommen die Pfifferlinge, zu denen über die Jahre gottseidank noch keine Aufgabenzuweisung erfolgt ist, obwohl sie erfahrungsgemäß ebenso präparationsbedürftig sind.

Es spargelt wieder

Zumindest für den Feinschmecker und den Spargelliebhaber markiert die Spargelzeit wesentliche Fixpunkte des Jahreskalenders. Mit den ersten Spargelstangen ist der Winter endlich vorbei, und naht der 24. Juni, steht schon der Hochsommer vor der Tür. Genießen wir in jeden Fall die 8, 9 Wochen dazwischen.

Was uns diesmal mehr denn je aufgefallen ist, sind die vielen Spargelfelder längs der Straßen und Autobahnen Brandenburgs. Aus der Ferne übrigens zum Verwechseln ähnlich den sich immer weiter ausbreitenden Solarzellenfeldern zum Einsammeln von Sonnenenergie.

Unseren Spargel wollen wir uns ja in keinem Fall vermiesen; und gegen Energiegewinnung haben wir auch nix. Ob aber Spargelstangen und Autoabgase die besten Freunde sind, wollen wir lieber nicht näher erforschen; zumindest nicht vor dem 24. Juni!

Geheimes noch kurz hinterdrein:

Als Berliner kaufen wir Spargel, Gemüse, Obst, Marmeladen usw. sommers ausschließlich bei Lisa an der Clayallee ein. Der Oberknüller ist selbstgemachtes B….. Hier verraten wir allerdings nicht mehr, damit B….. nicht sofort ausverkauft wird!