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Schietbüdel

Um Bewegung und Spaziergänge zu befördern, haben wir uns einen Schäferhund, eine iWatch und Spazierstöcke zugelegt. Und Schietbüdel natürlich. “Schietbüdel” ist ein liebenswertes norddeutsches Synonym für “Beutel zur rücksichtsvollen Zwischenlagerung von Hundewürstchen”.

Wir schneiden das an, weil wir seit Kurzem tatsächlich sehr viel mehr laufen und wandern und dabei irgendwie einen völlig neuen Blick auf unsere schöne Umgebung werfen, in der wir in unserer holsteinischen Kleinstadt wohnen. Dies betrifft die Häuser. Bäume, Pflanzen und Tierwelt. Und insbesondere natürlich die verschneiten, teils gestreuten, teils nicht gestreuten Bürgersteige und Wege. Im Bemühen, nicht auszurutschen oder gar zu stürzen.

Inzwischen ist der Schnee weg, der Blick aber geht wie gewohnt und fast schon routinemäßig weiter auch gen Boden. Und da ist das Entsetzen plötzlich groß ob der Massen an offenbar verloren gegangenen (!) AHA+L-Masken und leichterhand entsorgten Schietbüdeln mit Würstchen und …  Würstchen ohne Schietbüdel. Hin und wieder ein versehentlich stehengelassener alter Eisschrank, der wenig vorher noch ein schmückendes Schneekäppchen trug. Eine gedankenabwesend verlorene Chaiselongue. Man freut sich über Sonne und Frühlingsahnen, aber die herrliche Schneedecke der letzten Tage hat doch offenbar etliches diskret verkleidet und geschönt.

Natürlich kann man im unglücklichsten Fall auch einmal in die eigene Hundescheiße treten. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Nachbarn ausrutschen, ist um Vieles größer. Und was hindert mich dann überhaupt, im Schatten der Nacht gleich auch noch ausrangierte Wohnungseinrichtung auf der Straße abzuladen. Was sind wir Menschen doch patent, unkompliziert und kurzentschlossen!

Sozusagen additiv möchte ich anmerken, dass es im Müllhäuschen unseres Wohnblocks leider nicht viel besser aussieht. Von Mülltrennung keine Spur. Kein Zerreißen großer Kartons.  Adressaufkleber verbleiben auf den Verpackungen; aus daffke! Und was nicht in die Tonnen passt, kippen wir daneben. Herr Gott, Solidarität ist nicht alles!

(Wie immer freue ich mich auf reichlich Kommentare meiner Leser*innen; Kommentarfunktion siehe unten!)

 

 

 

Kampfmöpse

Wir berichteten an dieser Stelle schon früher über eine gute Freundin der Familie, die sich vor einem Jahr einen Bernhardiner zugelegt hat. Der Kerl wiegt inzwischen um die 68 kg, was hinsichtlich Volumen in einer 42qm-Wohnung ohne Balkon und Garten eine zunehmende Herausforderung darstellt.

Benni ist in jedem Fall allerliebst, was meine Frau Gertrud nicht hat ruhen lassen. Wir sind etwas kleiner herangegangen und haben nunmehr Hasso (3,8 kg) aus dem Tierheim übernommen, der dort wegen seiner ungebändigten Wildheit allzu viel Unruhe gestiftet hatte. Und dem wir nun eine neue Heimstatt bieten.

Ganz fest vorgenommen haben wir uns, dass Hasso bei uns tiergerecht aufwachsen, erzogen werden und sich weiterentwickeln soll. Unsere Wohnung wird für ihn tabu bleiben. Wir haben eine große Hütte vor der  Haustür aufgestellt (1x1x1m), sodass er freilaufend und nach eigenem Dafürhalten ungebunden wie möglich Hof und Vorgarten unseres Mehrfamilienkomplexes nutzen und entdecken und eigenverantwortlich für die Nahrungsbeschaffung sorgen kann.

Obiges Foto ist heute morgen entstanden. Hasso ist inzwischen an die 5 Wochen bei uns und hat sich schon jetzt zum großen Liebling der kompletten Nachbarschaft entwickelt.

(Weiteres in Kürze)