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ALBA deutscher Meister

Irgendwie finden wir es schon erhebend, wenn wir Fans eines Sportclubs sind, der mit Grandezza, Abgezocktheit und großer Professionalität höchste Gipfel erklommen hat. Wenn man das Double holt, also Cup und Meisterschaft, dann ist das kein Zufall. Gertrude (29) und ich sind Hobbypsychologen. Wir gehen der Sache wissenschaftlich auf die Spur.

Auch wegen ihrer gedrungen-stämmigen Figur ist Gertrude seit jeher im Frauen-Fußball engagiert, während ich wegen meiner filigranen Athletik eher zum Basketball tendiere. Wir freuen uns zunächst einmal, dass beide Sportarten ihre Saison in Deutschland gekonnt, vorbildlich und spektakulär zuende gebracht haben. Nicht nur der kapitalistische Fußball, sondern eben auch die noch geerdeteren Basketballer. Aber was hat Alba zur dominierenden Basketballmannschaft der Bundesligasaison 2019/20 gemacht? Letztlich haben wir alle 10 siegreichen Spiele von Alba vor dem Fernseher mitverfolgt. Und wir trauten unseren Augen nicht.

Dass alles einem großen Plan folgte, der über die Monate konsequent und meisterhaft umgesetzt wurde, mögen wir nicht glauben. Insider sind wir auch nicht. Immerhin ist uns im Laufe des Quarantäne-Turniers mehr als jemals vorher aufgefallen, dass Spieler herausragten, die wir vorher eher … übersehen hatten. Was sich zu einer Truppe von Leistungsträgern addierte, die kein anderer Konkurrent aufbieten konnte. Während des gesamten Turniers entwickelte sich unser Eindruck, dass diese Alba-Mannschaft nicht verlieren konnte.

Zufall war das nicht. Sicher ist Glück hinzugekommen. Die Sterne standen günstig. Und als ehemalige Aktive werden wir den Eindruck nicht los, dass es letztlich der weise alte Trainer Aito gewesen sein muss, der diese Mannschaft aufs Double-Treppchen geführt hat. Kein Diktator und kein Antreiber. Aber ein Fachmann mit Einfühlung und Fingerspitzengefühl, der uns Fans diese Truppe und ihren Erfolg beschert hat. Auch auf dem Bänkchen haben wir immer nur strahlende Gesichter gesehen.

Ansonsten sind wir mit unserem Latein und unseren Erklärungsversuchen am Ende. Alba konnte sich auf einen Magier verlassen, der ein Wunder abgeliefert hat.

 

Alba im Viertelfinale

Dass wir begeisterte Fans von Alba sind, haben wir hier schon oft genug bekundet. Gestern Abend waren wir einmal mehr von den Socken.

Faszinierend das Spiel gegen Ludwigsburg. Monatelang haben wir auf Sportübertragungen im Fernsehen verzichten müssen. Dann dieser Krimi. Und jetzt die Vorfreude auf die beiden Viertelfinal-Begegnungen gegen Göttingen. Und übrigens heute Abend die nächsten Spiele von Hertha und Union. Da weiss man, was man so lange vermisst hat.

 

Albas K.O.

Angesichts unserer Überschrift wird sicher kein gewiefter Fachmann auf die Idee kommen, dass wir hier etwa eine Niederlage von Alba im Geisterturnier um die deutsche Meisterschaft herbeireden wollen. Ganz im Gegenteil. Es soll uns um den alten Trainerhasen A., seine grandiose Personalpolitik, das gestrige Spiel, die Bankspieler und nur beispielhaft um K.O. gehen.

Gertrude und ich haben uns beim Hockey kennen gelernt. Wir waren beide Leistungssportler und jeweils Dreh- und Angelpunkt unserer Mannschaften. Versteht sich! Auf der Ersatzbank haben wir nie gesessen. Desto mehr haben wir die Mitspieler bedauert, die unter grausamen oder zumindest unsensiblen Trainern Saison für Saison geduldig auf der Ersatzbank schmoren mussten. Schleierhaft, wie ein Mensch soetwas aushalten kann.

Dass es mit größtem Erfolg auch anders geht, hat uns Aito Garcia Reneses, die weise Trainerlegende von Alba gelehrt. Als er nach Berlin kam, trauten wir unseren Augen nicht. Selbst in entscheidenden oder engen Spielen hat er komplett durchgewechselt, junge Talente aufs Feld gebracht und mehrjährigen Bankdrückern Spielzeit und Gelegenheit gegeben, sich zu beweisen. Was diese ihm eigentlich ohne große Ausnahmen mit besonderer Leistung und besonderem Erfolg zurückgezahlt haben.

Viele Spiele sind durch diese “Tiefe der Mannschaft” gewonnen worden. Was wir jetzt gegen Bamberg einmal mehr und freudig erleben konnten. Kenneth Ogbe hat Alba die Begegnung gewonnen. Und wir bewundern geradezu den alten Trainer, mit welcher offensichtlichen Ruhe und Treffsicherheit er quasi soziale Personalpolitik betreibt und Alba zum Erfolg führt. Wir freuen uns auf mehr in den nächsten beiden Turnierwochen.

 

Sportstunde für Kinder

Alba Berlin bietet auf seinem Youtube-Kanal ab sofort und Corona zum Trotz eine tägliche Sportstunde für Kinder und Jugendliche aller Altersklassen an:

YouTube.com/albaberlin

Wir finden: Absolut super! Danke!

Alba – Barcelona 46:38

Wieder eine sensationelle Halbzeit von Alba Berlin. Und ein tolles Spiel. Auch wenn Barcelona am Ende den längeren Atem hatte.

Beitrag folgt kürzlich …

Endlich!

Mit diesem tollen Pokalsieg hat Alba Berlin seinen guten Namen im erstklassigen europäischen Basketball bestätigt. Noch mehr als zuvor können wir uns jetzt auf die nächste Saison in der Euroleague freuen.

Die erste Halbzeit verlief noch reichlich holperig, sodass einem angst und bange werden konnte. Kein Dreier fiel, sämtliche Rebounds wurden von den Oldenburgern weggeschnappt. Desto souveräner der zweite Durchgang mit der schnellen Erkenntnis, dass hier kaum noch etwas schiefgehen würde.

Wir stellen uns jetzt vor, dass Herr Windhorst auch Alba in der nächsten Saison tatkräftig mit ein paar hundert Milliönchen unterstützen wird. Dazu eventuell der gute Rat und die aktuellen Erfahrungen von Klinsmann, Preetz u. Co. vom Branchennachbarn aus dem Olympiastadion. Und Basketball kriegt endlich das Renommée und die Wahrnehmung in der Presse, die es schon längst verdient hat.

Basketball auf Eis

Wir werden morgen zum ersten Mal im Pelzmantel zum Basketball gehen. Deutsches Pokalendspiel zwischen Alba Berlin und Oldenburg. Unmittelbar nach dem Bundesligaspiel der Eisbären. Auf Eis, was zwischendurch kaum mehr wird aufgetaut werden können. Wir sind mordsgespannt.

Soweit wir uns an unsere eigenen Basketballzeiten erinnern können, ist uns 2m-Riesen das Dribbeln schon auf trockenem Untergrund schwergefallen. Wie wird das morgen aussehen auf tiefnassem oder gar noch gefrorenem Hallenboden?

Nach Albas sensationellem Auswärtssieg in Ulm erwartet uns also schon wieder ein absoluter Knüller. Wie üblich reisen wir zu 10 Mann hoch mit dem Boot von der Wasserseite an.

Schicksal

Pech, wenn man Basketballer und nicht Fußballer ist. Man muss sich mit einer Nebenrolle begnügen. Immer noch. Und beim Blick in den Berliner Tagesspiegel bestätigt sich das heute einmal mehr.

Da kommt mit Real Madrid eine der sensationellsten europäischen Basketball-Vereinsmannschaften nach Berlin, und keine Sau kümmert sich drum. Ganze 10 winzige Nachrichten-Zeilchen hat der Tagesspiegel für dieses irre Event über, auch wenn Gegner Alba Berlin gerade selbst einen fulminanten Auswärtssieg in Mailand eingefahren hat.

Gertrude (29) und ich haben eigentlich von Basketball keine Ahnung. Wir sind mit Bodenturnen, Turmspringen und Bocciakugeln groß geworden. Aber schon seit Monaten schreiben wir uns hier die Kehle aus dem Hals und die Finger wund, dass es nirgendwo so tolle Unterhaltung gibt wie bei den Spielen von Alba. Auf Magenta Sport und in der Mercedes-Benz-Arena.

Immerhin sind gestern abend über 10.000 Zuschauer gekommen, um ein erneutes sensationelles Spiel des Berliner Bundesligisten zu erleben. Sage und schreibe 41 Punkte hat die europäische Spitzenmannschaft von Real Madrid Alba im ersten Vierteil eingehauen, was es so in Deutschland wohl selten einmal gegeben hat. Dann eine Aufhol- und Überholjagd der Berliner, um dann letztlich knapp dass Spiel abzugeben.

Immerhin als um die 10.000 Zuschauer. Eine einmalige Atmosphäre in der Halle und unser Wunsch, dass noch mehr Zuschauer, Presse und Funk auf Alba und den deutschen Basketball überhaupt aufmerksam werden mögen.

 

Flotte Dreier

Unter einem „flotten Dreier“ wird nach unserer vagen Kenntnis Unterschiedliches verstanden. Ganz sicher sind sich Gertrude (29) und ich, dass es sich dabei insbesondere auch um den Distanzwurf im Basketball handelt. Wer im Basketball ein Tor schießt, kriegt dafür üblicherweise einen oder zwei Punkte. Traut man sich allerdings zu, aus größerer Entfernung zu werfen, und trifft dann auch noch, gibt es deren drei. Der Dreier also.

Üblicherweise hat ein 2 m-Mann kein Ballgefühl. Er versagt schon beim nahen Freiwurf, für den es im Erfolgsfall einen Punkt gäbe. Alba Berlin beschäftigt aus diesem Grunde praktisch keine Riesen mehr. Was sich dieser Tage ganz besonders rentiert.

Die Spieler unseres Bundesligisten Alba können samt und sonders aufrecht unter jedem Tisch durchlaufen, treffen von außen aber Dreier wie die Teufel. Daher jetzt die drei grandiosen Auswärtserfolge in Bamberg, Piräus und Belgrad. Wir freuen uns diebisch auf das deutsche Pokalendspiel gegen Oldenburg am 16. Februar in der Mercedes-Benz-Arena.

 

Alba-Sieg in Piräus

Gertrude (29) und ich sehen leidenschaftlich gerne fern, wobei unsere ausgemachten Favoriten Rosamunde Pilcher und “Shopping Queen” sind. Langeweile kommt nie auf. Absolutes Fingerknabbern ist vielmehr angesagt, wenn auf Magenta Sport Basketball und Alba übertragen werden.

Schon am Wochenende konnten wir uns über einen grandiosen Auftritt von Alba in Bamberg freuen, und der gestrige Überraschungscoup in Piräus war spannender als jeder Sonntagstatort. Wir haben uns in den letzten Spielminuten fast in den Schlüpfer gepinkelt.

Ein ganz außerordentlich gelungenes Foto (siehe oben) zeigt den absoluten Matchwinner bei einem seiner sensationellen Dreier. Gen Wochenende geht’s weiter mit einem Auswärtsspiel in Belgrad. Bis dahin müssen einmal mehr Rosamunde und Guido Maria herhalten.