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Nur Ärger mit Aktien

Eigentlich kann man beim Spekulieren mit Aktien nur reinfliegen. Wenn man  – wie ich gerade – dreimal hintereinander Glück gehabt hat, ist selbst das eher ein schlechtes Omen.

Wie gesagt hätte ich bei drei Transaktionen zusammen fast 400 Euro verdient, wenn ich denn verkauft hätte, was ich mich aber nicht getraut habe. Die Teile könnten ja noch weiter steigen. Sind sie aber nicht …, nur die Deutsche Post AG. Wahrscheinlich wegen Trudes chronischer online-Bestellerei.

Mein bescheidener Eindruck geht dahin, dass man nie das richtige Papier, zum richtigen Zeitpunkt und nie zum optimalen Preis kaufen und verkaufen wird. Man kann also eigentlich nur Ärger mit Aktien haben. Den ich nicht brauchen kann. Mal sehn, was ich draus mache, ich berichte weiter.

(Foto adobe stock 212884971 von Animaflora PicsStock)

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Deutsche Post

Wie schon verschiedentlich erwähnt, hatten wir mit Aktien bis dato wenig am Hut. Inzwischen schwimmen wir mit der breiten Woge derer mit,  die ihre Spargroschen nicht mehr unter dem Kopfkissen, sondern in Wertpapieren anlegen wollen. Mehr Rendite bei größerem Risiko. Klar.

Und nachdem wir gerade einige Märker mit Aston und BVB verdient haben, haben wir jetzt mit 10 Stücken bei der Deutschen Post zugeschlagen. Wie kommen wir drauf? Ganz einfach.

Auf einem Spaziergang sind uns am Freitag innerhalb von 30 Minuten mindestens 5 Lieferfahrzeuge der DHL, Tochter der Deutschen Post, begegnet. Als wir anschließend nachhause kamen, stürzte unsere Wohnungsnachbarin auf uns zu. Sie hatte 3 Pakete für uns in Empfang genommen, von denen wir sie doch befreien mögen. Was wir gern taten, um gleich anschließend an der Wohnungstür über ein weiteres Päckchen zu stolpern. Wieder von der DHL, das der Zusteller dort für uns drapiert hatte. Schaun mir mal.

Und das haben wir nun als unmissverständliches Zeichen gesehen. Die DHL hat offenbar bombig zu tun. Nicht nur mit uns. An dem Laden müssen wir uns unbedingt beteiligen! Für 48,50 € das Stück haben wir uns eingekauft.

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FANGMAN

Vielleicht ist das ja schon immer so gewesen. Aber als aktuelle, stille Beobachter der Aktienbörsen könnte man den Eindruck haben, dass die Welt verrückt spielt. In einer Zeit – wir sprachen schon gestern drüber  – in der dem kleinen Anleger massiv und allerorts empfohlen wird, seine Spargroschen in Aktien anzulegen. Spielt die Welt verrückt, oder ist sie verrückt?

Ein Schlagwort geistert durch die wirtschaftliche Landschaft: FANGMAN. Dreht sich die Welt – und nicht nur an den Aktienbörsen – nur noch um Facebook, Apple, NVIDIA, Google, Microsoft, Amazon und Netflix? Und um hochspekulative Nebenschauplätze wie Gamestop u. Co.?

Wir versuchen uns das Ganze auf einen Kern einzudampfen. Bezeichnenderweise fast alles Technologie, Digitalisierung, Internet und letztlich Software. Alles Amerikaner. Fehlt vielleicht noch TESLA als absoluter Börsenliebling und Shooting-Star. PayPal und selbst ebay. Allen scheint endlos Kapital zuzufließen, aus Unternehmenstätigkeit, Steuerersparnis und an den Börsen. Sie begeistern mit ihren Produkten und ihren Aktien völlig neue Anlegerschichten. Speziell jüngere Menschen. Auch durch und in Form von Kursexplosionen der Papiere. Die durchaus nachzuvollziehen sind, während gerade die langjährig bekannten deutschen Standardaktien zu Verlierern und Langweilern geworden sind. In fast allen Branchen übrigens.

Überhaupt Deutschland. Das Ganze passt dann auch zusammen mit den technologischen Defiziten, die man allenthalben bei uns im Land feststellt. Haben wir uns zu lange auf alten Lorbeeren ausgeruht? Wie kommen wir wieder auf die Überholspur? Und ganz nebenbei, wie kann der eben doch nur scheinbar verrückte aber exorbitante Aufstieg der neuen Großen in verdaulichem Rahmen gehalten bzw. wieder eingefangen werden?

 

Kleine Aktienkunde (3)

Alle Welt rät schon mindestens seit etlichen Monaten, Spargroschen nicht unter dem Kopfkissen zu verwahren, sondern in Aktien anzulegen. Super! Bei der Suche nach dem richtigen Papier scheint man dann aber eher alleingelassen. Oder von der Vielzahl der Ratschläge verwirrt. Gestern allerdings sind wir echt fündig geworden, was wir hiermit umgehend sozialisieren möchten.

Da meinte es im Berliner Tagesspiegel doch, dass man sich über eine Aktie erst einmal schlauer machen sollte, ehe man sie käuft. Nur beispielsweise sollte man sich etwa die Frage stellen: Wie geht es denn Apple so??? Was wir tatsächlich für eine ebenso bedenkenswerte wie praktikable Empfehlung hielten. Wobei man der Ausgewogenheit wegen nicht nur in die Vergangenheit schauen, sondern sich auch über die Zukunft des Kandidaten Gedanken machen möge.

Trudchen und ich haben also gestern jede Menge Zeitungen durchforstet und endlos im Internet recherchiert, bis uns der Kopf qualmte.  Prognosen sind grundsätzlich schwerer zu treffen als rückblickend in Vergangenheitszahlen zu wühlen. Wir haben das Abendessen ausgespart, um keine Zeit zu vergeuden. Aber ganz sicher sind wir weiterhin nicht, ob wir nun ein paar apple dazukaufen oder die 10 vorhandenen Aktien besser verkaufen sollten.

Wir sind beide Rentner und haben daher überdurchschnittlich Zeit. Der gestrige Aufwand war insofern nicht völlig vertan. Aber siegessicherer fühlen wir uns danach auch nicht. Bleiben also weiter nur die Banken als Berater? Oder wissen die’s auch nicht besser, wie die aktuellen Aktienkurse von DB und Coba zum Beispiel suggerieren?

Anmerken möchten wir, und wir kriegen mit Sicherheit keine Provision dafür, dass unsere iphones schon zig-mal auf den Kachelboden der Küche gefallen und immer noch bestens in Schuss sind. An uns hat sich apple also mit Sicherheit noch keine goldene Nase verdient. Was vielleicht ein schlechtes Omen für unseren angedachten Aktienkauf ist.

Kleine Aktienkunde

Wesentlicher Merksatz für jegliche Investition in Aktien sollte sein, dass man seine Wertpapiere billiger einkauft als man sie später verkauft. Was zunächst einmal ebenso nachvollziehbar wie simpel herüberkommt. Alles easy!?

Wir widmen uns dem Thema, weil wir von allen Seiten bekniet werden, Angespartes doch nicht etwa unter dem Kopfkissen aufzubewahren. Das Thema lässt uns nicht los. Aber wie gehen wir konkret vor?

Das erste geldwerte Rezept haben wir oben vorgestellt. Ein zweites stammt vom Freund unserer Familie, Berni, der meint,  dass eine Aktie nie zu billig oder zu teuer  sein wird. Der aktuelle Aktienkurs werde immer völlig korrekt, zutreffend und unzweifelhaft das Urteil widerspiegeln, dass sich das breite Publikum aktuell von einer Aktie bildet. Wobei ein Kurs an der Börse ohnehin nur zustande kommt, wenn sich mindestens ein Käufer und ein Verkäufer einig sind. Der eine möchte das Teil loswerden, der  andere einsammeln. Gerechter preislicher Kompromiss ist der vereinbarte Kurs. Und der ist dann logischerweise weder zu niedrig noch zu hoch, sondern angemessen.

Was die beiden Spekulanten dagegen unterschiedlich beurteilen, ist die Zukunft des Papiers.  Der eine bringt sich durch den Verkauf lieber in Sicherheit,  während der andere gleichzeitig eine Chance wittert.  Woraus wir als Laien schließen,  das Aktien nur der kauft, der mehr als sein Gegenüber auf eine positive  Wertentwicklung hofft. Aber was ermutigt ihn, diese Hoffnung zu hegen? Warum kauft er eine Aktie, die ein anderer gleichzeitig partout abstoßen will???

Trudchen (29) und ich kommen zu dem Schluss, dass nur der Aktien kauft, der an purer Selbstüberschätzung leidet und sich für schlauer als der  Markt  hält. Was wir effektiv nicht tun. Und was jetzt?

Soeben schnappen wir übrigens im Berliner Tagesspiegel auf, dass man in Aktien nicht spart, um Millionär zu werden – die Chance sei gering -, sondern um im Alter nicht zu verarmen. Naja, auch was! Allerdings auch kein überzeugender Anreiz.

Jetzt werden Aktien gekauft

Ein fast ganzseitiger (!) Artikel im Berliner Tagesspiegel hat uns heute absolut überzeugt!? Ein weiterer Vorsatz für 2021: Jetzt werden Aktien gekauft. Hier die Essenz des Elaborats zum Inhalieren und Nachmachen:

Traut man den Ausführungen, geht es bei der optimalen Geldanlage in Aktien um Folgendes:

  1. Verlustbringer verkaufen
  2. Gute Mischung unterschiedlicher Aktien
  3. Kosten beachten
  4. Die richtigen Aktien kaufen

In dieser Reihenfolge! Und in aller Breite.

Trudchen (29) und ich sind absolut begeistert und mit uns sicher Tausende andere dankbare Tagesspiegel-Leser. So einfach ist Aktiensparen? Gleich am Montag werden wir unser Sparschwein schlachten und unser Glück versuchen. Das Geld scheint ja tatsächlich auf der Straße zu liegen. Scheint.

Tiefschürfende Handlungsempfehlungen dieser Art und Güte finden sich seit jeher in schöner Regelmäßigkeit in unseren Zeitungen. Immer und immer wieder. Mit irgendetwas muss man die Seiten ja voll kriegen. Was aber leider nichts daran geändert hat, dass Deutsche um Aktien traditionell einen weit größeren Bogen machen als der Rest der Welt. Obwohl alle Welt behauptet, dass bei der Geldanlage auch absehbar kein Weg an Aktien vorbeiführen wird.

Was macht wer wo falsch, dass der deutsche Sparer noch immer auf Sparstrumpf und das Geld unter dem Kopfkissen schwört? Diskussionen zumindest wie heute im Tagesspiegel sind absoluter Humbug, der den kleinen Anleger weiter im Ungewissen lässt. Wenn er den Quatsch denn überhaupt liest. “Durchblick im Depot”? Nicht so!

 

Lehrgeld

Da brat mir doch einer einen Storch. Ja, ich will weiterhin Wertpapierberater werden. Aber nein, eigene Spargroschen stecke ich unter keinen Umständen mehr in Aktien. Bin ich mit Tesla doch schon wieder reingefallen.

Folgendes im Detail:

Auf Anraten von Herrn Schmitt von der … Bank hatten sich Gertrude (29) und ich für sage und schreibe 1.950 Euro zum Schnuppern eine Tesla-Aktie geleistet , was nach Splitting 390 Euro sind. Gertrude hat mich 2 Tage später mit einem Extrakuss verwöhnt, als der Kurs auf 450 sprang. Eben traue ich meinen Augen nicht. Der Kurs ist unter 300 gefallen. Wie bringe ich das Trudchen bei? Glatte 100 Euro Verlust!

Fortsetzung folgt kürzlich…

(Bild/Foto unter Lizenz 330755900 von dieter76 – stock.adobe.com)

 

 

 

Inflation?

Wie nennt man das eigentlich, wenn Immobilienpreise und Aktienkurse durch die Decke gehen, Erspartes und Guthaben aber immer mehr an Wert verlieren?

Beitrag folgt kürzlich …

TESLA über 1.800 Euro

Wie Aktienmarkt und Börse ticken (können), kriegt man plastisch mit, wenn man den Kursverlauf der Tesla-Aktie etwas näher unter die Lupe nimmt.

Ein Riese, der es im Eiltempo zu Weltruf gebracht hat und mit Kursentwicklungen aufwartet, dass sich die Bieger balken.

Wirecard war ein allseits beliebter Exot, Tesla ist es nicht minder, hoffentlich mit besserem Ausgang. Ich für meinen Teil jammere dem Verkauf meiner 2 Tesla-Aktien nach. Kurs 390. Jetzt über 1.800 €. Ich hatte mich auf eine einschlägige Verkaufsempfehlung in der Tageszeitung verlassen.

Irgendwie fehlt mir das Händchen. Gute Voraussetzungen, um mich künftig ebenfalls als Wertpapierberater zu betätigen. Da geht’s ja nicht um mein Geld.

Tesla 1.700 Euro

Was für mich als vertrauenswürdigen Wertpapierberater spricht, sind mein mordssympathischer Appeal und meine Ehrlichkeit. Nur jeder vierte Tipp von mir sitzt. Gänzlich daneben liege ich bekanntlich bei Tesla.

Ich bin Restaurantkritiker und Wertpapierberater. Beides verquickt sich sehr glücklich miteinander. Man kann endlos labern. Wenn man will.

Ich dagegen bringe die Sache auf den Punkt, anstatt um den Brei herumzureden. Das Phänomen Tesla habe ich falsch eingeschätzt. Und im Gefolge die anderen amerikanischen Superwerte Alphabet, Amazon, Apple, Facebook, Microsoft und Netflix gleich mit. Was deren Aktien in den letzten Wochen aufs Börsenparkett gelegt haben, gibt mehr als zu denken.

Ich hatte es jedenfalls mit denen gehalten, die mit Ausbreitung der Coronakrise meinten, dass der Siegeszug dieser Titel vorbei sei. Und eigentlich hat er dann erst richtig begonnen. Die amerikanischen Giganten sind zum Klumpenrisiko in jedem professionellen Depot geworden. Spekulation oder die feste Erwartung, dass unsere Welt an diesen Unternehmen auch künftig nicht mehr vorbeikommen wird.

Gut vielleicht für deren Aktienkurs, weniger für den industriellen Wettbewerb.