Beiträge

Kleine Aktienkunde

Wesentlicher Merksatz für jegliche Investition in Aktien sollte sein, dass man seine Wertpapiere billiger einkauft als man sie später verkauft. Was zunächst einmal ebenso nachvollziehbar wie simpel herüberkommt. Alles easy!?

Wir widmen uns dem Thema, weil wir von allen Seiten bekniet werden, Angespartes doch nicht etwa unter dem Kopfkissen aufzubewahren. Das Thema lässt uns nicht los. Aber wie gehen wir konkret vor?

Das erste geldwerte Rezept haben wir oben vorgestellt. Ein zweites stammt vom Freund unserer Familie, Berni, der meint, dass eine Aktie nie zu billig oder zu teuer sein wird. Der aktuelle Aktienkurs werde immer völlig korrekt, zutreffend und unzweifelhaft das Urteil widerspiegeln, dass sich das breite Publikum aktuell von einer Aktie bildet. Wobei ein Kurs an der Börse ohnehin nur zustande kommt, wenn sich mindestens ein Käufer und ein Verkäufer einig sind. Der eine möchte das Teil loswerden, der andere einsammeln. Gerechter preislicher Kompromiss ist der vereinbarte Kurs. Und der ist dann logischerweise weder zu niedrig noch zu hoch, sondern angemessen.

Was die beiden Spekulanten dagegen unterschiedlich beurteilen, ist die Zukunft des Papiers. Der eine bringt sich durch den Verkauf lieber in Sicherheit, während der andere gleichzeitig eine Chance wittert. Woraus wir als Laien schließen, das Aktien nur der kauft, der mehr als sein Gegenüber auf eine positive Wertentwicklung hofft. Aber was ermutigt ihn, diese Hoffnung zu hegen? Warum kauft er eine Aktie, die ein anderer gleichzeitig partout abstoßen will???

Trudchen (29) und ich kommen zu dem Schluss, dass nur der Aktien kauft, der an purer Selbstüberschätzung leidet und sich für schlauer als der Markt hält. Was wir effektiv nicht tun. Und was jetzt?

Soeben schnappen wir übrigens im Berliner Tagesspiegel auf, dass man in Aktien nicht spart, um Millionär zu werden – die Chance sei gering -, sondern um im Alter nicht zu verarmen. Naja, auch was! Allerdings auch kein überzeugender Anreiz.

Jetzt werden Aktien gekauft

Ein fast ganzseitiger (!) Artikel im Berliner Tagesspiegel hat uns heute absolut überzeugt!? Ein weiterer Vorsatz für 2021: Jetzt werden Aktien gekauft. Hier die Essenz des Elaborats zum Inhalieren und Nachmachen:

Traut man den Ausführungen, geht es bei der optimalen Geldanlage in Aktien um Folgendes:

  1. Verlustbringer verkaufen
  2. Gute Mischung unterschiedlicher Aktien
  3. Kosten beachten
  4. Die richtigen Aktien kaufen

In dieser Reihenfolge! Und in aller Breite.

Trudchen (29) und ich sind absolut begeistert und mit uns sicher Tausende andere dankbare Tagesspiegel-Leser. So einfach ist Aktiensparen? Gleich am Montag werden wir unser Sparschwein schlachten und unser Glück versuchen. Das Geld scheint ja tatsächlich auf der Straße zu liegen. Scheint.

Tiefschürfende Handlungsempfehlungen dieser Art und Güte finden sich seit jeher in schöner Regelmäßigkeit in unseren Zeitungen. Immer und immer wieder. Mit irgendetwas muss man die Seiten ja voll kriegen. Was aber leider nichts daran geändert hat, dass Deutsche um Aktien traditionell einen weit größeren Bogen machen als der Rest der Welt. Obwohl alle Welt behauptet, dass bei der Geldanlage auch absehbar kein Weg an Aktien vorbeiführen wird.

Was macht wer wo falsch, dass der deutsche Sparer noch immer auf Sparstrumpf und das Geld unter dem Kopfkissen schwört? Diskussionen zumindest wie heute im Tagesspiegel sind absoluter Humbug, der den kleinen Anleger weiter im Ungewissen lässt. Wenn er den Quatsch denn überhaupt liest. “Durchblick im Depot”? Nicht so!

 

Lehrgeld

Da brat mir doch einer einen Storch. Ja, ich will weiterhin Wertpapierberater werden. Aber nein, eigene Spargroschen stecke ich unter keinen Umständen mehr in Aktien. Bin ich mit Tesla doch schon wieder reingefallen.

Folgendes im Detail:

Auf Anraten von Herrn Schmitt von der … Bank hatten sich Gertrude (29) und ich für sage und schreibe 1.950 Euro zum Schnuppern eine Tesla-Aktie geleistet , was nach Splitting 390 Euro sind. Gertrude hat mich 2 Tage später mit einem Extrakuss verwöhnt, als der Kurs auf 450 sprang. Eben traue ich meinen Augen nicht. Der Kurs ist unter 300 gefallen. Wie bringe ich das Trudchen bei? Glatte 100 Euro Verlust!

Fortsetzung folgt kürzlich…

(Bild/Foto unter Lizenz 330755900 von dieter76 – stock.adobe.com)

 

 

 

Inflation?

Wie nennt man das eigentlich, wenn Immobilienpreise und Aktienkurse durch die Decke gehen, Erspartes und Guthaben aber immer mehr an Wert verlieren?

Beitrag folgt kürzlich …

TESLA über 1.800 Euro

Wie Aktienmarkt und Börse ticken (können), kriegt man plastisch mit, wenn man den Kursverlauf der Tesla-Aktie etwas näher unter die Lupe nimmt.

Ein Riese, der es im Eiltempo zu Weltruf gebracht hat und mit Kursentwicklungen aufwartet, dass sich die Bieger balken.

Wirecard war ein allseits beliebter Exot, Tesla ist es nicht minder, hoffentlich mit besserem Ausgang. Ich für meinen Teil jammere dem Verkauf meiner 2 Tesla-Aktien nach. Kurs 390. Jetzt über 1.800 €. Ich hatte mich auf eine einschlägige Verkaufsempfehlung in der Tageszeitung verlassen.

Irgendwie fehlt mir das Händchen. Gute Voraussetzungen, um mich künftig ebenfalls als Wertpapierberater zu betätigen. Da geht’s ja nicht um mein Geld.

Tesla 1.700 Euro

Was für mich als vertrauenswürdigen Wertpapierberater spricht, sind mein mordssympathischer Appeal und meine Ehrlichkeit. Nur jeder vierte Tipp von mir sitzt. Gänzlich daneben liege ich bekanntlich bei Tesla.

Ich bin Restaurantkritiker und Wertpapierberater. Beides verquickt sich sehr glücklich miteinander. Man kann endlos labern. Wenn man will.

Ich dagegen bringe die Sache auf den Punkt, anstatt um den Brei herumzureden. Das Phänomen Tesla habe ich falsch eingeschätzt. Und im Gefolge die anderen amerikanischen Superwerte Alphabet, Amazon, Apple, Facebook, Microsoft und Netflix gleich mit. Was deren Aktien in den letzten Wochen aufs Börsenparkett gelegt haben, gibt mehr als zu denken.

Ich hatte es jedenfalls mit denen gehalten, die mit Ausbreitung der Coronakrise meinten, dass der Siegeszug dieser Titel vorbei sei. Und eigentlich hat er dann erst richtig begonnen. Die amerikanischen Giganten sind zum Klumpenrisiko in jedem professionellen Depot geworden. Spekulation oder die feste Erwartung, dass unsere Welt an diesen Unternehmen auch künftig nicht mehr vorbeikommen wird.

Gut vielleicht für deren Aktienkurs, weniger für den industriellen Wettbewerb.

Aston Martin 80 Cent

Hab ich’s nicht gesagt, ich werde Wertpapierberater.

Vor einigen Tagen hatte ich die Aktie von Aston Martin zu 0,60 € empfohlen. Heute waren es vorübergehend 0,80 €. Mehr als 30% Kurssteigerung innerhalb von kaum mehr als zwei Wochen.

200 € Bruttogewinn. Ein Restaurantbesuch für die ganze Familie. Sagenhaft!

Aston Martin

Ich habe hier schon fallen lassen, dass ich mit Aktien bislang wenig am Hut hatte. Wo ich glaubte, mich versuchsweise betätigen zu sollen, bin ich fragwürdigen Beratern aufgesessen. Insbesondere auch ebenso fragwürdigen Tipps in der Zeitung. Und das alles hat mich zu der Erkenntnis gebracht, dass ich mich selbst einmal als Berater (zumindest in eigener Sache) versuchen könnte. Schlechter als die erwähnten Fachleute werde ich es mit großer Sicherheit auch nicht machen.

Mein längst verstorbener Onkel Herbert hat einmal gemeint, dass man bei Aktien nach Gefühl und Wellenschlag vorgehen müsse. Er hat sich meiner Erinnerung nach ein Leben lang mit Nivea-Creme einbalsamiert und leidenschaftlich gern Kaffee getrunken. Logisch, dass er sich bei der Anlage seiner Spargroschen auf Beiersdorf und Nestlé kapriziert hat.

Ich meinerseits stolpere immer wieder mit kindischer Begeisterung über einen knallroten Aston Martin, der seit Jahr und Tag regelmäßig an prominenter Stelle auf dem Kudamm parkt. Um irgendwann zu hören, dass Aston Martin als mittlerweile einziger englischer Autohersteller an die Börse gegangen ist. Für irgendwo zwischen 10 und 20 Euro die Aktie. Etliches billiger als das Auto jedenfalls.

Das mag vor etwa einem Jahr gewesen sein. Damals habe ich mich noch nicht getraut. Desto elektrisierter stellte ich dieser Tage fest, dass die Aktie im Sog von Corona jetzt sage und schreibe nur noch 60 Cent kostet. Ich habe sofort weltmännisch 1.000 Stück bei der Sparkasse geordert. Prompt stehen sie jetzt 66 Cent, sodass ich in zwei, drei Tagen bereits 10% verdient habe. Der helle Wahnsinn! Auf meinem Sparkassenbuch kriege ich das nicht.

Ich wage nicht daran zu denken, dass der Aktienkurs noch einmal zum Ausgabepreis zurückkommen könnte. Welche grandiose Chance!!

 

TESLA 1.550 Euro

Ich kanns kaum mit ansehen, wie die TESLA-Aktie explodiert. 2 Stück hatte ich mal. Aufgrund eines ganz heißen Tipps hab ich sie zu je 390 Euro verkauft. Gerade im Moment wird die Aktie in Frankfurt mit 1.550 Euro gehandelt. Hätte ich sie doch lieber ……!!!

Überhaupt kann ich nachweisbar auf vielschichtige Erfahrungen mit Aktien von TESLA, Wirecard und jetzt auch 20 Stück Northern Data zurückblicken. Um meine Seele zu beruhigen, möchte ich hier noch einmal aktualisieren, dass ich mit meinem kleinen Elektrosmart auch eineinhalb Jahre nach Anschaffung weiter extrem glücklich bin. Als Stadtwagen hat er das gewisse Etwas. Man hört ihn nicht, man kriegt ihn in jede Parklücke. An das häufige Aufladen habe ich mich gewöhnt. Irgendwie hat der Umgang mit ihm soetwas wie die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins. Obwohl Mercedes mit Smart wohl bis heute nicht glücklich geworden ist. Und TESLA?

Irgendwie verstehe ich die Aktienentwicklung nicht und das Auto auch nicht so ganz. Wie kommt mit dem Fahrzeug klar, wer damit von Berlin auch einmal nach München oder auf Deutschlands nördlichste Insel reisen will. Beides weiter entfernt als die Ladung reicht. Oder kommt TESLA eben nur für Berliner nicht in Frage? Und für wen alles auch sonst nicht?

Den Hype um die Automarke TESLA verstehen wir mangels technischen Sachverstandes jedenfalls nicht. Und unsere beiden TESLA-Papiere werden wir erst dann zurückkaufen, wenn der Aktienkurs 390 Euro wieder unterschreitet.

TESLA 1.270 Euro

Es ist absolut zum Haareraufen! Aktien sind angeblich die erfolgversprechendste Anlagemöglichkeit für den Spargroschen. Für meinen mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil.

Ich hatte hier schon vor kaum zwei Wochen berichtet, dass ich mit Aktien leider keinerlei Erfahrung habe. Auf einen heißen Tipp hatte ich einmal 10 Wirecard-Aktien erworben, die noch am selben Tag ins Uferlose stürzten und mir einen Verkaufsverlust von um die 650 Euro beschert haben. Auch zwei TESLA-Aktien nannte ich einmal mein eigen, ehe ein wohlmeinender Fachmann riet, diese eiligst zu verkaufen. Auch das ist mit glatt 100 Euro Verlust geschehen. Mein erzielter Kurs 350 Euro pro Stück. Vor einer Woche las ich, dass TESLA-Aktien inzwischen die Hürde von 1.000 Euro genommen hätten. Und eben wird mir berichtet, dass die Dinger heute um die 1.270 Euro kosten.

Das kann doch alles gar nicht wahr sein. Mein momentaner Eindruck geht dahin, dass man mit Aktien nix wie Ärger hat. Man ärgert sich, wenn man einen Verlust erleidet. Man ärgert sich, dass man einen grandiosen Gewinn nicht miterlebt. Man kauft zu früh, zu spät, zu wenig, zu viel oder zu teuer und verkauft zu spät, zu früh, zu viel, zu wenig oder zu billig. Eigentlich ist man immer nur angemeiert, und ich lass künftig lieber die Finger davon.

Von Gertrude (29) soll ich ausrichten, dass man Spargroschen lieber ausgeben als eben sparen sollte. Meine Erfahrungen tausche ich auf jeden Fall weiter gern aus. Bitte unten die Kommentarfunktion nutzen! Auf die Erfahrungen meiner Leser und Besucherinnen bin ich sehr gespannt.