Picasso oder Alba?

Von den Besuchern und Lesern unserer Site wird uns gelegentlich vorgehalten, dass wir es mit der versprochenen Ausgewogenheit unserer allgemeinwissenden Beiträge noch nicht sehr genau nähmen. Sport und Kulinarisches wären in der klaren Mehrheit, während Kunst und Kultur bislang reichlich stiefmütterlich abschnitten.

Wir haben uns dies zu Herzen genommen und am heutigen Mittwochabend Eintrittskarten für die Picasso-Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini einem Besuch beim gleichzeitigen Entscheidungsspiel von Alba um den Einzug ins Halbfinale des Basketball-Eurocup gegen Malaga vorgezogen.

Was eine hervorragende Entscheidung war. Einen Besuch bei Picasso möchten wir hiermit auch unseren Lesern unbedingt ans Herz legen.

Vielleicht haben wir uns zu sehr beeindrucken lassen. Natürlich kennt man Picasso, man kennt seinen Malstil und eben auch das eine oder andere Kunstwerk. Wir haben die Ausstellung desto ehrfürchtiger auf uns wirken lassen. Vor jedem einzelnen Bild hätten wir letztlich stundenlang sitzen oder gar stehen können. Überwältigend die Vorstellung, wie ein einzelner Mensch mit seinem Geist und seinen Händen ein so grandioses Werk von Weltgeltung schaffen kann; ein wahnsinniges Genie, zur rechten Zeit, am rechten Ort.

Es handelt sich um die spätere Schaffensperiode des Künstlers, der sehr oft wohl mindere Qualität und geringere Farbbrillanz vorgehalten wurde. Dem widersprechen Ausstellungskatalog und unsere Eindrücke von diesem Abend.

Wir wären nicht wir, wenn wir nicht mit zwei eher peripheren Eindrücken schlössen: Die ausladenden Treppen im Museum sind wider alle einschlägigen Erfahrungen herunter bequemer als herauf zu bewältigen. Und Alba hat sich fürs Halbfinale qualifiziert. Auch ohne uns.

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