Sein oder Nichtsein?

Während es bei Shakespeare noch um Sein oder Nichtsein ging, lautet die alles bewegende Frage heute: On oder Off? Mit dabei … oder nich?

Speziell in Deutschland beim Thema Digitalisierung natürlich, aber auch in Sachen Breitband, e-Mobilität, Klimaschutz und … es hört nicht auf. Zeitungen und Berichterstattung kennen nix anderes mehr. Und ein internettes gestriges Interview bei T-Online hat uns ganz besonders elektrisiert.

Befragt wurde Chris Boos, KI-Experte und Mitglied im Digitalrat der Deutschen Bundesregierung, der als Vorbild bei der Digitalisierung wieder einmal Skandinavien und in diesem Fall Dänemark nennt. Laut Boos verschickt keine dänische Behörde mehr Schreiben in Papierform, sondern nur noch Mails und digitale Mitteilungen. Der Bürger wird vergewaltigt und schluckt das offenbar.

Während eine deutsche Omma, die im Funkloch lebt, wahrscheinlich sofort die komplette Presse mobilisieren und zum Protest gegen die fortschreitende Digitalisierung anstacheln würde. Diese Tendenz zum Meckern als Lösungsvariante sei der Grund dafür, dass Deutschland allerorten in Rückstand geraten sei. Deutschland gehe es zu gut, es fehle der Druck. Man sei zu ängstlich, insbesondere die Unternehmen. Speziell bei allem Neuen. Wie KI z.B..

Auf einen Nenner gebracht: Meckerei und Ängste haben Deutschland den Anschluss verpassen lassen. Und gehören beseitigt. Wie? Zumindest durch penetrante Diskussion und Überzeugungsarbeit.

2 Kommentare
  1. Michael Larsberg sagte:

    … es sind wohl eher die „Alten“ die Ängstlichen und Meckerer… und die haben wir auch als unsere Volksvertreter gewählt und die haben wenig für die Zukunft Deutschlands getan, eigentlich regelrechte „Reformverweigerer“😬 Es ging uns einfach zu gut in den letzten Jahren um in die Zukunft zu investieren😏
    Die Wirtschaft hat aus anderen Gründen nicht investiert und in
    vielerlei Hinsicht den Anschluss verloren. Ohne den unauffälligen
    Mittelstand sähe es düster aus.

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    • Korsukéwitz Dr. Carl sagte:

      Hallo und einmal mehr “danke” für die nette Zuschrift.

      Das Thema wird Gertrude (29) und mir ein Anlass mehr sein, uns privat und öffentlich noch intensiver als bisher mit Philosophie und Zukunftsforschung zu beschäftigen. Wenn die diversen Rückstände in der Entwicklung in Deutschland tatsächlich im Wesentlichen auf Sattheit zurückzuführen sind, ist ja mit einiger Sicherheit davon auszugehen, dass die jetzt führenden Nationen auch irgendwann einmal satt werden und dann Deutschland Gelegenheit bieten, eingetretene Rückstände wieder aufzuholen. Vielleicht ist das noch nicht bei unseren Kindern und Enkelkindern der Fall, sondern erst bei nächstnachfolgenden Generationen.

      Was Deutschland immerhin aber extrem hoffnungsvoll stimmen kann.

      (Nach Diktat ohne Korrekturdurchsicht unbekannt verzogen)

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