Luftlöcher

Ich möchte hier einmal von einer für mich völlig neuen Disziplin berichten, die mich in meinem fortgeschrittenen Alter aber doch schon in erheblichem Umfang ausfüllt und befriedigt …

Drauf gekommen sind wir, als Trudel (29) beim Frühstück meinte, dass sie ganz offensichtlich sehr viel mehr als ich in den täglichen Zeitungen lese. Sie habe den Eindruck, dass ich im Wesentlichen Löcher in die Luft starrte. Und da hat sie effektiv nicht Unrecht.

Die Ursache erkannt, bin ich der Angelegenheit einmal semiwissenschaftlich nachgestiegen. Und tatsächlich muss ich zugeben, dass ich, wenn ich nicht esse oder eben Zeitung lese, meinen Gedanken nachgehe. Löcher in die Luft starren, heißt das. Was übrigens auch bestens mit geschlossenen Augen klappt.

Wer sich oder gar mir jetzt die Frage stellt, ob man sich das in der heutigen Zeit leisten kann, dem möchte ich noch einmal in Erinnerung rufen, dass ich mittlerweile wenn auch knapp die 70 überschritten habe. Meine Berufstätigkeit liegt einige Jährchen hinter mir. Und ich habe den ernsthaften Eindruck, dass ich unserer Welt nicht schade, wenn ich gelegentlich einmal innehalte, die Vernunft einschalte und das Tempo rausnehme.

Was nämlich dabei rauskommt, ist das komplette Gegenteil zum miesepetrigen Nachgrübeln, wenn man nachts im Bett nicht einschlafen kann. Luftlöcherstarren ist der produktive Hammer  wenn es gelingt, sich darauf einzulassen. Probleme zerbröseln wie von Geisterhand. Lösungen gewinnen Kontur…

Fortsetzung folgt kürzlich …

(Foto: adobestock_489931182_antonioguillern)

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