Leidartikel

Werfen wir mehrere Begriffsdefinitionen aus dem Internet in einen Topf, ist der Leitartikel ein Aufsatz meist auf der Titelseite einer Zeitung, der ein aktuelles Kümmernis/Problem unserer Zeit kommentiert. Leidartikel sozusagen.

Gertrude (29) und ich lesen gern „Die Frau im Spiegel“, lösen mit Leidenschaft Sudokos (Gertrude 12, ich durchschnittlich 41min) und freuen uns aber auch täglich auf den Leitartikel im Berliner Tagesspiegel. Probleme werden beim Namen genannt, immer wieder aber auch Lösungsansätze angedacht. Die Hoffnung schwindet zuletzt. Und das ermutigt.

Bemerkenswert war auch der vom 11. Januar. Verkehrtes Machtverhältnis. Es ging um Merkels Besuch bei Putin in Moskau, zu dem der Autor meinte, dass beide einander bräuchten. Putin verfüge über Militär- und Verhinderungsmacht, Merkel über Verbündete und wirtschaftliche Macht. Beide könnten nicht allein, sondern wären aufeinander angewiesen.

Fakt sei angeblich, dass Deutschland wirtschaftlich zweieinhalb mal und Europa und die USA jeweils acht mal so stark wie Russland seien. Ach, nicht gewusst! Was man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen könnte. Völlig ungeschickt stellt sich Putin auf der politischen Weltbühne dann mit Sicherheit nicht an. Aber irgendwie beruhigen tut die offenbar ausgeglichene Machtverteilung auch.

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