Kleine Sexualkunde

Es kommt, wie es kommen musste. Auch dieses Wissensgebiet können wir hier nicht aussparen. Wir sind auf das generische Maskulinum gestoßen.

Letztlich nichts völlig Unanständiges; wir wollen in jedem Fall ganz kurz darauf eingehen.

Es tummeln sich Bären im Walde. Darf man davon ausgehen, dass sich auch einige weibliche Exemplare darunter befinden? Dann muss es “Bären und Bärinnen” heißen. Oder zumindest Bär*innen”. Denken wir mal. Wenn man mit der Zeit gehen will. Oder muss. Was aber kontrovers diskutiert wird.

Oder nochmal anders: Frau Berger ist zwar die beliebteste Lehrerin, aber möglicherweise nicht der beliebteste Lehrer auf der Schule. Kommt sie auch besser rüber als jeder männliche Kollege, ist sie die absolute Nummer 1 unter den Lehrerinnen und Lehrern. Eindeutig, aber Umstand lässt grüßen.

Schwant, was ein generisches Maskulinum ist? Und, ob es weg sollte? Wie z.B. der Duden neuerdings meint.

P.S.: Übrigens haben wir auch schon ein generisches Neutrum entdeckt. Preisfrage: Wie formuliert man comme il faut, wenn sich den oben erwähnten Bären und Bärinnen auch noch ein kontaktfreudiges Geschlechtergemisch von Rehen beigesellt?

Ich freue mich auf Meinungsäußerungen meiner Leser*- und Besucher*innen. Kommentarfunktion siehe unten.

2 Kommentare
  1. Susanne sagte:

    Als langjährige Leserin dieses amüsanten Blogs traue ich mir mal einen Kommentar zu.
    Natürlich gibt es bei den Rehen auch Männlein und Weiblein. Hier ist es aber einfacher als bei den Bären/Bärinnen: Die Kerle der Rehe heißen Bock und die Weiber Ricke.
    Lieben Gruß und weiter interessante Anregungen für den Kopf.
    Susanne

    Antworten
    • Carl Korsukéwitz sagte:

      Liebe Frau Susanne, ganz recht herzlichen Dank für den wohlwollenden Kommentar. Mein Blog und ich leben von Anregungen und Leserzuschriften, die Ermunterung und Ideengeber zugleich sind.
      Desto schwerer fällt es mir, inhaltlich eine vielleicht eher konkurrierende Auffassung vorzutragen.
      Stellen Sie sich vor, Sie kommen per Auto, gerade mit der Familie telefonierend, am besagten Wald vorbei und entdecken dort die erwähnten Tiere. Sie würden meiner Einschätzung nach niemals berichten, dass Sie dort gerade Bären, Bärinnen, Böcke und Ricken beobachteten. Niemand wüsste Bescheid. Sie müssten hinsichtlich der letzteren nachschieben, dass es sich um Rotwild und zwar mindestens um Rehe handelt. Bitte stellen Sie sich nun aber vor, was die Hirsche dazu sagten, wenn denn solche dabei wären. Sie fühlten sich diskriminiert. Das Reh – das generische Neutrum, das nach Duden auch deshalb abgeschafft gehörte.
      Rehe nicht, Ricken nicht, Böcke nicht. Beim Schreiben dieser Zeilen beschleichen mich selbst Zweifel. Bin ich auf dem Holzweg? Vielleicht äußern sich auch noch weitere Leser*- und Besucher*innen.
      Ihnen, liebe Frau Susanne, in jedem Fall noch und schon einmal tausend Dank für Ihren Diskussionsbeitrag. Und bis hoffentlich in Bälde!

      Herzlich
      dickerwirt

      Antworten

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