Bullshit und Lügen
Wir sollten vorausschicken, dass uns eigentlich erst dieser wenig schöne Dampfer vor unserer Haustür auf das ansonsten eher politische Anliegen unseres heutigen Beitrages gebracht hat.
Glaubt man seriösen wissenschaftlichen Recherchen, nehmen Bullshit (unser Foto) und Lügen einen zunehmenden Anteil an politischer Diskussion und politischen Verlautbarungen ein. Dem gegenüber stehen Presse, Volk und Bürger, deren Einflussnahme sich oftmals darin erschöpft, laut, ausdauernd und ebenso wenig sachdienlich über die Politik zu meckern.
Selbst in die Politik zu gehen, ist uns seltsamer Weise nie eingefallen. Desto mehr betrachten wir es als unsere Pflicht, einen sinnigen Wahlzettel abzugeben – wo es gefragt ist – und nicht als Denkzettel Parteien zu wählen, die wir eigentlich gar nicht wollen. Wo uns basisdemokratische Wahlentscheidungen ohnehin immer weniger geeignet scheinen, der Politik die richtige Richtung zu weisen.
Über die Jahrzehnte haben die beiden großen deutschen Volksparteien erfolgreich dazu beigetragen, ein Deutschland zu schaffen, das sich im Großen und Ganzen sehen lassen kann. Wenn sich die Grünen mittlerweile anschicken, breite Volkspartei zu werden, haben wir dagegen auch nix einzuwenden. Wir sind allerdings der Meinung, dass das als Auswahl reichen sollte, um sich bei Wahlen gemäß der persönlichen Situation festzulegen, wenn man denn Entwicklung will.
Schon hier wird es ohne Koalitionen leider kaum mehr gehen. Dass eine Koalition allerdings bessere Politik machen kann als eine große Volkspartei, die in sich Kompromisse finden und sich alle vier Jahre aufs Neue einer Wahl stellen muss, mögen wir kaum glauben.
Und egal, ob Bullshit oder Hundehaufen. Auch hier denken wir, dass starke Volksparteien verlässlicherer Garant einer sauberen Streitkultur sein werden als Populisten und diverse Kleinparteien, die miteinander und mit der Presse aus Prinzip und chronisch um die Wette kleffen.
Wir fassen mal zusammen: Wir mögen Bullshit und Lügen nicht, chronisches Meckern nicht, Denkzettel nicht, Volksempfinden nicht, kleine Parteien nicht und Koalitionen nicht.
Und damit würden wir in der Politik wohl sowieso nix werden; oder?

