Hier wird gemeckert
Gestern haben wir unseren neuen Elektro-Smart zum ersten Mal an einer öffentlichen Säule laden wollen. Was uns nur teilweise begeistert hat.
Als wir nach 40 Minuten trällernd zurückkamen, um das Fahrzeug wieder abzuholen, wurden gerade mal 20% Füllstand signalisiert; erst nach weiteren etwa 4 Stunden volle 100%.
Wenn wir jetzt mit Adam Riese nachrechnen, dürfte die Säule also in 24 Stunden kaum mehr als 4 Autos verknacken, von einem dicken Tesla ganz abgesehen. Liegen wir schief oder dürfen wir uns fragen, ob der Umweltschutz vertrauensselig auf diese Lösung setzen kann? Wahrscheinlich hinkt der Vergleich; aber der herkömmliche Tankstellenpächter an der Autobahn würde seinen Laden stante pede wieder dicht machen, wenn ihn in dieser Zeit nur 4 Kunden mit ihrem Besuch beehrten.
Und weil wir’s bei der Gelegenheit auch nochmal loswerden wollen: Echt beglückt sind wir angesichts der neuen attraktiven italienischen Fahrradstreifen auf den Straßen unserer Umgebung, die ein gepeiltes Drittel der Fahrbahn einnehmen. Fahrräder sieht man dort allerdings nur die weißen aufgemalten. Und das wird nicht nur am eisekalten Winter liegen.
„Elektromobilität und Fahrrad“ lautet also die städtische Devise. Wir gehören zur Sorte derer, die ungern und besonders ungern laut und ausdauernd über die Politik meckern; solange wir nicht selbst für eine Kanzlerschaft zur Verfügung stehen. Aber graue Haare spreussen uns hier schon.


