Der erste Maikäfer
Zugegebenermaßen beginnt jeder Monat Mai mit Erinnerungen an unsere Kindheit. Maikäfer waren in dieser Zeit der ganz große Hit. An warmen Maitagen wurde ein Zimmerfenster geöffnet. Eine Lampe wurde angeschaltet. Und es dauerte nie ganz lange, ehe der erste Maikäfer in die Wohnung flog, aufgesammelt und in einen Schuhkarton gepackt wurde. Mehrere Löcher wurden in den Deckel gepiekt, damit der und bald die Käfer atmen konnten. Und fürs weitere Wohlergehen dann noch ein paar Kastanienbaum- oder Birkenblätter in die Kiste. Unsere Wonne war unendlich.
Die gesammelten Käfer wurden identifiziert. Müller, Schornsteinfeger, König, Kaiser oder so ähnlich. Jeweils klassifiziert nach der Färbung der Flügel und des Rückens.
Für Berliner Ortskenner muss ich unbedingt noch anfügen, dass absoluter Maikäfer-Hotspot – zumindest vor etwa 65 Jahren – der Karlsplatz in Lichterfelde-West war. Jede Menge Kastanienbäume, etliche Ladengeschäfte, deren Schaufenster bis in den späten Abend hell erleuchtet waren und jede Menge Maikäfer, die reihenweise gegen die Scheiben flogen, auf den Boden fielen und von uns eingesammelt wurden. Massenweise.
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