Käsekuchen von Frau Hagn

Eigentlich hat uns erst diese sympathische Dessertkarte an der Hauswand darauf gebracht, endlich auch einmal eine Rezension über die Gastronomie Hagn im TC Blau-Weiß in Berlin zu schreiben; unseren absoluten gastronomischen Favoriten der letzten Monate.

Hausgemachter Käsekuchen von Frau Hagn! Liebenswerter kann man kaum zum Ausdruck bringen, dass man auf persönliche Atmosphäre ganz großen Wert legt … und auf die eigene Leistung stolz ist. Was aber nicht die einzigen Kriterien sind, derentwegen wir Fans dieser “Clubökonomie” geworden sind; auch wenn wir kein Tennis spielen.

Das Angebot der Küche ist irgendwo zwischen bürgerlich, südländischem Einschlag und auch Kreativität einzuordnen, keinesfalls manieriert oder überkandidelt. Was das höchste Lob ist, das wir einer gastronomischen Speisekarte vergeben können, ist, dass man sie herauf- wie herunteressen kann. Lecker! Wobei die Tagesgerichte permanent wechseln und der jeweiligen Saison folgen. In einem Sportclub haben wir das so noch nicht gesehen. Frische Muscheln oder auch 6 verschiedene Gerichte mit Pfifferlingen. Wo gips denn sowas?

Wir haben’s übrigens auch mit Extrawürsten, die man auf Wunsch jederzeit gern individuell zubereitet. Schon mehrfach haben wir ausserhalb der Karte Pizza mit Pfifferlingen bestellt. Göttlich! Ehrlich! Tipp: In der Pilzzeit bitte standardmäßig anbieten!

Eine besondere Attraktion ist sommers das mittwöchliche Grillen auf der einmalig schönen Terrasse unter den großen Lindenbäumen, wo wir zuletzt um die 200 Gäste gezählt haben. Interessant, dass wir darunter diverse andere Gastronomen identifiziert haben, die offenbar zum Ideenklau gekommen waren: Wie machen die Hagns das mit dem Grillen und Hunderten Gästen? Übrigens auch das mit variantenreicher “Grillkarte”. Ganz aktuell: Indian Summer im Grunewald.

Wo Hagns die netten Mitarbeiter herbekommen, die sich – natürlich-fortschrittlich auch mittels Tablet – um die Gäste bemühen, ist uns ein Rätsel. Wahrscheinlich liegt das nicht zuletzt daran, dass die Mitglieder der Familie selbst zu jeder Tages- und Nachtzeit im Betrieb herumwuseln und damit ein perfektes Vorbild abgeben.

Nun wollen wir hier weder ins Schwärmen kommen, noch ein Buch schreiben. Nimmt man dazu, dass parallel zum Tagesgeschäft immer auch noch irgendeine Veranstaltung reibungslos organisiert wird, und die zivilen (Club)Preise kaum einen Vergleich scheuen, kann man mit Fug und Recht sagen, dass der TC Blau-Weiß stolz auf dieses Institut sein darf; und Familie Hagn auch.

 

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