In der allergrößten Not

In der allergrößten Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot. Not macht erfinderisch. Ich bin schon in meiner Jugend eher träge und behäbig gewesen. Jetzt haben wir uns aufgerafft und einen Grill auf den Balkon gestellt, was uns mit einiger Sicherheit völlig neue Perspektiven in der Krise eröffnen wird.

Nicht, dass wir uns nicht auch weiter Königsberger Klopse aus der darniederliegenden Kantine nebenan holen werden. Aber Klopse, Tafelspitz und Gulasch in stetem Wechsel sind auf Dauer einfach langstiezig. Und vielleicht auch unsicherer als unsere kulinarische Isolation auf dem Balkon. Wenn man davon absieht, dass wir natürlich dem einen oder anderen Passanten auf den Kopf niesen werden.

Bei der Gelegenheit ein kleiner Exkurs. Zum einen, Spaß kurz beiseite, fürchten wir derzeit ohnehin ein wenig, dass wir Deutsche inzwischen schon wieder reichlich mutig werden. Wirtschaftliche Stabilität und Gesundheit sind unserer Meinung nach keine konkurrierenden Ziele, sondern eng miteinander verzahnt.  Gertrude und ich fürchten auf jeden Fall die zweite Welle.

Und wo wir gerade auf der Suche nach dem richtigen Weg sind: Eine Abonnentin unseres Blogs fragt soeben, ob wir uns dem generellen Bildungsauftrag unserer Website eigentlich noch verpflichtet fühlen. Und wie! Ein weiterer anspruchsvoller Beitrag ist in Vorbereitung und geht sicher noch heute ans Netz. Als Preisrätsel und mit geldwertem Tipp.

 

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