Hyperkomplexität

Gertrude (29) und ich haben diesen anspruchsvollen Blog installiert, weil wir Handlungsbedarf empfanden. Wir wissen zu wenig. Wir wollen mitreden. Und es fehlt doch vorne und hinten. An Ahnung vor allem.

Letzlich sitzen wir als Rentner von morgens bis abends vor dem Fernseher. Wir konsumieren, was auf die Scheibe kommt. Seit Jahren und Jahrzehnten. Und erkennen unsere engen Grenzen. Erklärung und Entschuldigung sind uns jetzt quasi über Nacht gekommen.

Unsere Welt und unsere Zeit sind hyperkomplex. Wie Mikado oder ein Kartenhaus. Rüttelt man an einer Ecke, wackelt es an 10 anderen. Wer kann da noch durchblicken?

Wir versuchen, die aktuellen Demonstrationen zu verstehen, die Situation von Flüchtlingen und Corona. Und wie man damit richtig umgeht. Wir verfolgen Talkrunden und erkennen jedesmal, dass eigentlich jeder recht hat.

Und trotzdem sollen Entscheidungen getroffen werden. Meist durch die Politik. Na, danke. Und Prost Mahlzeit!

Ja oder nein? Was dann so allerdings auch nicht mehr hyperkomplex ist. Jedenfalls nicht wesentlich hyperkomplexer als damals bei den alten Germanen oder den alten Römern.

Interessant scheint uns nur noch, wie berechtigt oder größenwahnsinnig sich das Nein präsentiert. Denken wir mal, die wir über unsere hyperkomplexe Zeit zu kleinen Philosophen geworden sind.

Was wollten wir jetzt eigentlich sagen: Dass angesichts der Hyperkomplexität unserer Zeit nichts mehr richtig richtig und nichts mehr richtig falsch ist. Desto mehr müssen wir uns bewegen. Und da scheint uns ein “Ja” besser als die Mehrzahl der “Neins”. Klar?

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