Begeisterung

Schon mehrfach haben wir an dieser Stelle angemerkt, dass Sprache eine besondere Disziplin für uns ist. Das Wort “Begeisterung” hat für uns gestern einen viel inhaltstieferen Sinn erhalten: Wir waren nur “im Geist” im Stadion und trotzdem hin und weg.

Besser kann man unseren Gemütszustand kaum umschreiben. 8 Wochen lang hatten wir zwecks Strukturierung unseres Alltags vormittags je ein Basketballspiel und um 18 Uhr je ein Fußballspiel aus den Fernsehkonserven genossen. Große Siege und Niederlagen der vergangenen 30, 40 Jahre sind noch einmal aufgelebt, was zumindest besser war als immer nur Pilcher und Inga Lindström.

Nun hat gestern alle Welt im wahrsten Sinne vor dem Bildschirm gehangen, um mitzuerleben, wie sich eine aktuelle Sportübertragung anfühlt. Und wie die geschundene Hertha 3 Punkte in Hoffenheim holt.

Warum Herthaner sich nach erfolgreichem Torschuss abknutschen, wir aber unsere alte Omma nicht im Stift besuchen dürfen, verschleusst sich uns zwar; immerhin ist Hertha der Abstiegszone ein weiteres Stück entronnen. Man präsentiert ohne Unterlass prominente Persönlichkeiten im Umfeld der Mannschaft. Wollen wir sehen, was uns Fans Labbadia und Lehmann bringen.

Hertha 3:0, Dortmund 4:0. Jetzt muss nur noch Union die Bayern umnieten. Was im Geiste sehr wahrscheinlich ist.

2 Kommentare
    • Carl Korsukéwitz sagte:

      Naja, irgendwie scheint mir da aber auch Vorstand, GF und Päsidium gefordert, denkichmal.
      Und wenn selbst der neue Trainer meint, dass man den Emotionen ihren Lauf lassen sollte,
      kann man von den Spielern wohl noch weniger erwarten.
      Gertrude (29) und ich staunen nur ….

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