Gurkensalat

Es wird vielleicht niemanden interessieren. Aber ich möchte wieder einmal ganz kurz auf meine Lieblingsgerichte zu sprechen kommen.

Von gefüllten Paprikaschoten (Nr. 45/2008), Rinderroulade (63/2018) und frisch geschlagener Sahne (8/2022) habe ich hier schon geschwärmt. Ich würde heute gern einmal das Thema spezieller Salate streifen, wo die einschlägige Gastronomie meines Erachtens wie bei der Schlagsahne Verständnisfehler offenbart.

Wenn ich Tomatensalat bereite, reicht es nicht, wenn ich eine selbichte viertele, ein grobes Stück Zwiebel daneben lege und lieblos Essig, Öl, Pfeffer und Salz darüber haue. Je nach Größe sollte eine Tomate sauber und gleichmäßig in mindestens 6 feine Scheiben zerteilt werden. Die Zwiebel in kleine Mikrowürfelchen. Und beim Gurkensalat kommt es noch schlimmer. Trudel (24) gibt sich jedenfalls immer extrem viel Mühe damit.

Um zu plastizieren, was ich meine, würde ich sagen, dass man einen Gurkensalat fast mit dem Strohhalm trinken können sollte, siehe auch mein professionelles Foto. Gurkensalat mit Pelle ist ein strafbewehrtes Nogo, und er sollte knackekalt serviert werden. Wieder mit kleinsten Zwiebelwürfelchen, hilfsweise und durchaus etwas weniger klein geschnippelt Frühlingszwiebel. Die feinen Gurkenslices sollten maximal 1,5 mm hoch sein. Dazu Dill, Salz, Pfeffer, Öl und Essig… und Knofel vielleicht. Fertig! Fast trinkbar im eigenen Saft.

Warum die schnittliche Gastronomie um frische Schlagsahne einerseits und Salate wie beschrieben andererseits einen Bogen macht, erschließt sich mir schon. Aber der Unterschied macht eben den Unterschied. Denkichmal.

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