Dividenden-Boom

Wer dafür ein Ohr hat, kann’s eigentlich kaum mehr hören: Spätestens seit Jahresanfang beklagen Funk und Presse wieder den überschwappenden Dividenden-Boom, der mangels Aktionären aber leider an Deutschland vorbeigeht. Stimmen die Statistiken, sind weit mehr als 50% der deutschen Aktiengesellschaften in ausländischer Hand.

Diskutieren wir das einmal mit Freunden oder Bekannten, findet sich niemand, der von seiner Bank jemals zum Aktienkauf animiert worden wäre. Jede Menge empfohlen werden stattdessen Fonds und sonstige Anlageprodukte, die kräftig Ausgabe-, Rücknahme- oder Verwaltungskosten verschlingen und oft schon wenige Monate später wegen mangelnder Rentabilität wieder zum Verkauf gestellt werden. Ob wenigstens die in deutschen Aktien investieren, steht auch noch dahin.

Wer ausser der Presse hat also überhaupt Interesse daran, dass Deutsche Aktien kaufen, obwohl dass doch angeblich die nachhaltig sicherste und attraktivste Anlageform ist. Auch diese These ist übrigens in den letzten Monaten desto mehr aus der Mottenkiste geholt worden, je höher die Aktienkurse gestiegen sind.

Das Thema liefert jedenfalls chronisch Aufmacher buntester Art, irgendwelche Bemühungen um Reduzierung eines offensichtlichen Mankos sind aber nirgends auszumachen. Oder?

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