Diskriminierung am Autozug

Was da täglich am Autozug in Niebüll und Westerland auf Sylt abgeht, ist zweifellos hanebüchen und harter Tobak in einem.

Wer Sylt kennt, weiß, dass die Fahrt über den Hindenburgdamm die halbe Miete ist. Stehst Du mit Deinem Auto oben auf dem Oberdeck, sind Aussicht und Reisegenuss während der Überfahrt einmalig. Kommst Du dagegen unten zu stehen, siehst Du nix.

Von Natur aus haben wir nichts gegen SUVs per se. Desto weniger können wir nachvollziehen, warum die dicken Spritschlucker auch noch ausnahmslos straffrei nach oben gewunken werden. Natürlich, weil sie unten nicht reinpassen; das ist so weit klar. Dass Sie aber letztlich dasselbe zahlen wie Du in Deinem mickrigen Golf, Smart, Opel Astra o.ä., der Du grundsätzlich unten eingewiesen wirst, ist – gelinde ausgedrückt – Diskriminierung und Schweinerei in Addition.

Wir haben uns dieserhalb an die Deutsche Bahn gewandt und insbesondere angeregt, dass SUVs künftig den doppelten Preis zahlen, während Golf und Co. gratis reisen. Die uns als e-Mail vorliegende Antwort der Deutsche Bahn bedeutet uns, künftig mit dem Ordnerpersonal vor Ort zu verhandeln, wenn uns denn dermaßen am Oberdeck gelegen sei. Ansonsten könne man uns nicht helfen. Änderungen der Preistarife seien ebenfalls nicht möglich. Und dementsprechend könne unser Verbesserungsvorschlag auch nicht mit einer Prämie honoriert werden; (was wir am superärgerlichsten finden.)

Wir für uns bleiben bei der Erkenntnis, dass das Fahren eines umweltunfreundlichen Blechmonsters von der Deutsche Bahn geradezu noch belohnt wird; was schwer verdaulich ist. Weitere Schritte in der Sache behalten wir uns vor.

2 Kommentare
    • Carl Korsukéwitz sagte:

      Lieber Michael,
      1000 Dank für deinen Kommentar. Recht herzliche Grüße auch von meiner Frau Gertrud (29). Deine Anregung trifft sich im Kern mit unserem Anliegen, auch wenn wir persönlich hier letztlich vom Regen in die Traufe kämen, da wir Weder über ein SUV noch über ein Cabrio verfügen.

      Unsere Gespräche mit der Geschäftsleitung der deutschen Bahn möchten wir in jedem Fall fortführen.
      Die Anregung der deutschen Bahn, unser Anliegen doch jeweils mit den Einweisern vor Ort am Bahnhof abzuhandeln, hat jedenfalls keinen Nutzen gestiftet.

      Vielmehr hat es speziell in Niebüll verschiedentlich massive Handgreiflichkeiten gegeben, sodass wir alternativ daran denken, künftig die Romo-Fähre zu nutzen. Hier stehen auch SUVs unter Deck…

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