Nordic Cuisine, NOMA und e-Roller

Als langjährige hauptamtliche Restaurantkritiker waren Gertrud (29) und ich wieder einmal beruflich unterwegs. Wir haben in Stockholm und Kopenhagen speziell renommierte Fischrestaurants unter die Lupe genommen. Unseren nachfolgenden Bericht halten wir bewusst grob und allgemein. Zuschriften und Nachfragen nach Details werden wir jederzeit gern und postwendend beantworten.

Grundsätzlich haben wir so viele Anregungen und Eindrücke gesammelt, dass wir nunmehr selbst ein maritimes Etablissement in Berlin eröffnen wollen. Liebe Berliner Gastronomen, zieht Euch warm an! Wobei wir nicht recht sagen könnten, ob es an unserem immer noch unzureichenden Überblick oder daran liegt, dass sich in skandinavischen Gewässern so viel mehr Fische als im Wannsee tummeln, dass uns ein auch nur annähernd bemerkenswertes Restaurant wie bei unseren skandinavischen Nachbarn in Berlin bislang eben noch nicht untergekommen ist.

Wollten wir Stockholm und Kopenhagen gastronomisch vergleichen, würden wir als biedere Konsumenten Stockholm vorziehen. Die Portionen waren bürgerlich-größer, weniger Experimente, beste Qualität, flockiger Service und ein sicher anspruchsvolles Publikum von Jung bis Alt; alle drei Restaurants platzten vor Betriebsamkeit geradezu aus den Nähten.

Was wir am ersten Abend in Kopenhagen erlebt haben, hat uns ganz anders, aber zunächst ebenso begeistert. Fast konservativ-klassisches, bürgerliches Ambiente, dafür aber winzigste, kunstvoll drapierte Gerichte, langes Erklären der Kompositionen und regionalen Ingredienzien, ungewohnte Gewürze und Beilagen, Experimente und also wohl das, was sich New Nordic Cuisine nennt. Dabei ein fast biederes, unauffälliges Publikum. Von Menükarte und beflissenem Personal suggeriert wurde, dass man am besten mit dem Menü zu 85 Euro und passenden Weinen dazu für weitere 85 Euro pro Person bedient sei. Wir haben uns zurückgehalten, um abschließend auch noch Geld für die Bezahlung der Unterkunft übrig zu behalten.

Im lange Zeit weltbesten Restaurant “Noma” (Kopenhagen) wollte man uns nicht haben. Reservierungen werden wegen nachhaltiger Überbuchung erst wieder für 2020 entgegengenommen. So lange wollten wir unsere Reise nicht ausdehnen.

Auf den Fußwegen zwischen den Restaurants sind wir übrigens von e-Rollern circa 5-7-mal zu Tode erschreckt bzw. touchiert und einmal geradezu umgenietet worden.

(Fortsetzung und weitere Details in Kürze; Noma; e-Roller)

 

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