Aufgeben oder nicht?

Vor Jahresfrist hatten wir uns schon einmal vergeblich vorgenommen, Ordnung in unsere Briefmarkensammlung zu kriegen. Und die Jahre davor auch. Beesonders angeknockt waren wir, als wir auch noch in Erfahrung bringen mussten, dass Briefmarken keine Sau mehr interessieren und somit letztlich auch nix mehr wert sind. Irgendwie haben wir trotzdem noch Hemmungen, die Staubfänger in den Müll zu geben oder gar zu verschenken. Vielleicht ist ja doch noch die Blaue Mauritius darunter. Also, wir zögern jedenfalls.

Frau Kramp-K. hat sich für ihre Entscheidungen auch etwas mehr Zeit gelassen. Klinsi war da schneller. Und nun fragen wir uns einmal mehr, ob eine Ende mit Schrecken wirklich immer besser ist als ein Schrecken scheinbar ohne Ende.

Was unsere Briefmarken anbelangt, geht es um die Frage, ob uns zwei leere Regale besser gefallen als die abgebildeten Albenrücken. Bei Frau Kramp hatten sich letztlich etliche Argumente angesammelt, um den Hut zu nehmen. Während man sich bei Herrn Klinsmann fragen kann, ob ein wenig mehr Stehvermögen den entstandenen Schaden hätte begrenzen können.

Noch viel wichtiger scheint uns – und ansonsten wären wir eben auch nicht wir – ob nicht Presse, Öffentlichkeit usw. etwas mehr Geduld entwickeln sollten, wo Neuanfänge gestartet werden, wenn der kurzfristige Rücktritt nicht Mode machen und zum Standard werden soll.

Die Hoffnung darauf und das Bemühen darum mögen zwar inzwischen geradezu utopisch anmuten, anders werden wir unsere verrückte Welt aber kaum mehr einfangen können.

Über meine Erwägungen komme ich dazu, dass ich meine Blaue Mauritius wohl doch verschenken werde. Interessenten können sich schon einmal per kurzer Mail unverbindlich vormerken lassen.

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