Alt- und hausbacken

Eigentlich haben die Basketballer von Alba, das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker und Circus Roncalli wenig gemein. Außer, dass Gertrude (29) und ich allen dreien über den Jahreswechsel kulturbeflissen einen Besuch abgestattet haben.

Bei näherem Hinsehen hat sich für uns dann noch ein zweiter – zugegeben mehr als fragwürdiger – Zusammenhang aufgetan: Alba hat die Cheerleader und Roncalli die Tiernummern aus dem Programm verbannt. Beides passe nicht mehr in die heutige Zeit. Was man unterschiedlich sehen kann.

Interessant war jedenfalls, dass die jungen Damen fast vollzählig bei Roncalli untergekommen zu sein scheinen, wo sie nunmehr merkwürdig gealtert, hochhackig und in wechselnd sexyer Kostümierung aus früheren Jahrzehnten quasi als Nummerngirls im Duett mit flachen Clowns 50% der Vorstellung ausmachen. Ein weiteres Girl hatte sich über Silvester als Operndiva zu unseren Philharmonikern verirrt. Auch das fanden wir … ganz leicht hausbacken.

Dürften wir dürfen, würden wir uns jedenfalls wünschen, dass Alba die jungen Damen zurückholt; und Roncalli stattdessen zumindest wieder eine Hundedressur anbietet. Was wir für unseren Teil in beiden Fällen als konsequent, auflockernd und eben … durchaus modern empfinden würden. Die Pudel hätten sicher nix dagegen und … nochmal sorry …die jungen Damen vom Cheerleading – wie wir mit einiger Sicherheit annehmen können – erst recht nicht.

P.S.: eigentlich sind wir schon jahrzehntelang eingefleischte Fans von Roncalli. Diesmal waren wir weniger begeistert. Dass uns die Cheergirls am 3. Januar auf hochgehaltenen Plakaten noch freudig Frohe Weihnachten wünschten, war einer von diversen Regiefehlern.

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