Albas K.O.

Angesichts unserer Überschrift wird sicher kein gewiefter Fachmann auf die Idee kommen, dass wir hier etwa eine Niederlage von Alba im Geisterturnier um die deutsche Meisterschaft herbeireden wollen. Ganz im Gegenteil. Es soll uns um den alten Trainerhasen A., seine grandiose Personalpolitik, das gestrige Spiel, die Bankspieler und nur beispielhaft um K.O. gehen.

Gertrude und ich haben uns beim Hockey kennen gelernt. Wir waren beide Leistungssportler und jeweils Dreh- und Angelpunkt unserer Mannschaften. Versteht sich! Auf der Ersatzbank haben wir nie gesessen. Desto mehr haben wir die Mitspieler bedauert, die unter grausamen oder zumindest unsensiblen Trainern Saison für Saison geduldig auf der Ersatzbank schmoren mussten. Schleierhaft, wie ein Mensch soetwas aushalten kann.

Dass es mit größtem Erfolg auch anders geht, hat uns Aito Garcia Reneses, die weise Trainerlegende von Alba gelehrt. Als er nach Berlin kam, trauten wir unseren Augen nicht. Selbst in entscheidenden oder engen Spielen hat er komplett durchgewechselt, junge Talente aufs Feld gebracht und mehrjährigen Bankdrückern Spielzeit und Gelegenheit gegeben, sich zu beweisen. Was diese ihm eigentlich ohne große Ausnahmen mit besonderer Leistung und besonderem Erfolg zurückgezahlt haben.

Viele Spiele sind durch diese “Tiefe der Mannschaft” gewonnen worden. Was wir jetzt gegen Bamberg einmal mehr und freudig erleben konnten. Kenneth Ogbe hat Alba die Begegnung gewonnen. Und wir bewundern geradezu den alten Trainer, mit welcher offensichtlichen Ruhe und Treffsicherheit er quasi soziale Personalpolitik betreibt und Alba zum Erfolg führt. Wir freuen uns auf mehr in den nächsten beiden Turnierwochen.

 

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