Abschläge

Die sogenannten Abschläge scheinen beim Golfen die halbe Miete zu sein. Zirkelt man den ersten Schlag auf jedem Hindernis möglichst mittig und weit, kann man sich der nötigen Punkte schon ziemlich sicher sein. Geht der erste Ball dagegen wie bei mir grundsätzlich “in die Wicken”, kann man das Loch eigentlich schon streichen.

Während meine Mitspieler hektisch und konzentriert weiter am Ball bleiben, eröffnet sich mir dann die Natur. Mit über die Jahre geschärftem Blick entdecke ich Flora und Fauna unserer deutschen Lande. Beim Bier auf dem 19. Loch interessiert sich dafür dann zwar keine Sau. Es geht nur noch um das neidische Zählen und Vergleichen von Schlägen und Streichern. Ich für meinen Teil gehe insofern aber unbeschadet, glücklich und beseelt aus jeder Partie.

Heute habe ich den auf dem Foto ersichtlichen Marabu entdeckt. Wie der aus den Tropengebieten von Hinterindien ausgerechnet nach Berlin Stolpe Ost gefunden hat, ist mir zwar schleierhaft. Mir zumindest reicht es allemal, um zu vergessen, dass ich – golferisch betrachtet – wieder einmal keinen Blumentopf gewonnen habe.

 

 

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