Aston Martin

Ich habe hier schon fallen lassen, dass ich mit Aktien bislang wenig am Hut hatte. Wo ich glaubte, mich versuchsweise betätigen zu sollen, bin ich fragwürdigen Beratern aufgesessen. Insbesondere auch ebenso fragwürdigen Tipps in der Zeitung. Und das alles hat mich zu der Erkenntnis gebracht, dass ich mich selbst einmal als Berater (zumindest in eigener Sache) versuchen könnte. Schlechter als die erwähnten Fachleute werde ich es mit großer Sicherheit auch nicht machen.

Mein längst verstorbener Onkel Herbert hat einmal gemeint, dass man bei Aktien nach Gefühl und Wellenschlag vorgehen müsse. Er hat sich meiner Erinnerung nach ein Leben lang mit Nivea-Creme einbalsamiert und leidenschaftlich gern Kaffee getrunken. Logisch, dass er sich bei der Anlage seiner Spargroschen auf Beiersdorf und Nestlé kapriziert hat.

Ich meinerseits stolpere immer wieder mit kindischer Begeisterung über einen knallroten Aston Martin, der seit Jahr und Tag regelmäßig an prominenter Stelle auf dem Kudamm parkt. Um irgendwann zu hören, dass Aston Martin als mittlerweile einziger englischer Autohersteller an die Börse gegangen ist. Für irgendwo zwischen 10 und 20 Euro die Aktie. Etliches billiger als das Auto jedenfalls.

Das mag vor etwa einem Jahr gewesen sein. Damals habe ich mich noch nicht getraut. Desto elektrisierter stellte ich dieser Tage fest, dass die Aktie im Sog von Corona jetzt sage und schreibe nur noch 60 Cent kostet. Ich habe sofort weltmännisch 1.000 Stück bei der Sparkasse geordert. Prompt stehen sie jetzt 66 Cent, sodass ich in zwei, drei Tagen bereits 10% verdient habe. Der helle Wahnsinn! Auf meinem Sparkassenbuch kriege ich das nicht.

Ich wage nicht daran zu denken, dass der Aktienkurs noch einmal zum Ausgabepreis zurückkommen könnte. Welche grandiose Chance!!

 

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