0:5 – wir waren dabei

In der uns ureigenen Objektivität müssen wir zugeben, dass uns die um Klinsmann verkündeten Visionen und Ziele von Hertha ganz außerordentlich gefallen haben und letztlich immer noch gefallen. Angesichts der tristen letzten Jahre empfanden wir sie irgendwie als Verheißung oder Erlösung. Hinsichtlich der neuen tragenden Figuren bei Hertha hatten wir von Anfang an eher Zweifel. Und die wilde Verlautbarung und Entschlossenheit, die neuen Zukunftspläne angehen und per sofort das Unterste zuoberst drehen zu wollen, haben wir bewundert, aber doch irgendwie ungläubig zur Kenntnis genommen.

Wenn wir jetzt noch die beiden Niederlagen gegen die abstiegsgefährdeten Mannschaften aus Mainz und Köln quasi hautnah im Stadion miterlebt haben, werden wir die Furcht nicht los, Zeuge eines Fußball-GAUs sondergleichen und eines totalen Durcheinanders (übrigens auch an Spielern) zu werden. Wohl alle Fans haben sich nach den letzten Jahren einen Wandel gewünscht. Dass es so schwer werden würde, aus einer nachvollziehbaren Vision den allseits ersehnten Quantensprung zu entwickeln, dürfte nur wenigen in den Kopf gekommen sein.

Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen. Im groben Ansatz ist dieser Gedanke von Hermann Hesse sicher richtig. Seine Grenzen zeigen sich allerdings am Berliner Beispiel.

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